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Spießertum und Studentenleben – die Gegensätze der direkten Nachbarn Familie Radner und der Studentenverbindung Delta Psi Beta könnten größer nicht sein. Kein Wunder, dass... Bad Neighbors – Wenn aus Nachbarn Feinde werden

Spießertum und Studentenleben – die Gegensätze der direkten Nachbarn Familie Radner und der Studentenverbindung Delta Psi Beta könnten größer nicht sein. Kein Wunder, dass die unterschiedliche Alltagsplanung jede Menge Konfliktpotenzial birgt.

Der Alltag von Kelly und Mac Radner wird komplett von Baby Stella bestimmt. (© Universal Pictures)

Der Alltag von Kelly und Mac Radner wird komplett von Baby Stella bestimmt. (© Universal Pictures)

 

 

Das junge Ehepaar Mac und Kelly Radner lebt mit ihrer kleinen Tochter Stella ein ruhiges Leben im gerade erst gekauften Haus. Seitdem sie Eltern sind, wird ihr Alltag komplett von ihrem Baby bestimmt. Erst als im Nachbarhaus die Studentenverbindung von Teddy und Pete einzieht, besuchen sie seit langer Zeit mal wieder eine Party. Dabei wird schon deutlich, wie wenig sie noch mit dem wilden Studentenleben zu tun haben. Wilde Parties jede Nacht sind für die jungen Eltern einfach zu viel. Doch nachdem sie sich zunächst vergeblich um eine gute Nachbarschaft bemühen und Angst vor einem Image als Spießer haben, rufen sie in einer weiteren lauten Partynacht die Polizei wegen Ruhestörung. Doch eigentlich hatten sie Teddy versprochen, das nicht zu tun und sich bei Problemen an ihn zu wenden. Durch diesen Vertrauensbruch damit haben sie sich den Unmut der jungen Nachbarn zugezogen und die kennen kein Tabu…

 

Zunächst einmal sei festgehalten: Der Humor von „Bad Neighbors“ zielt ganz klar unter die Gürtellinie. Wer damit und mit der recht deutlichen Verharmlosung von leichten Drogen kein Problem hat, wird sehr gut unterhalten. Denn Langeweile kommt bei dieser Story nicht auf. Wer das in den ersten paar Minuten des Films befürchtet, weil die heile und ruhige Welt der jungen Familie Radner vorgestellt wird, wird schnell erlöst. Als nämlich der Umzugswagen vor dem Nachbarhaus hält und Teddy (Zac Efron) aus dem Führerhaus springt, ist es mit der Ruhe schnell vorbei. Ab sofort geht es rund. Schließlich dreht sich für die Studenten der Verbindung alles nur um Party, Drogen und Alkohol – Szenen an der Uni gibt es nicht, abgesehen von der Vorladung zur Dekanin. Für alle besorgten Eltern und Pädagogen: Der Hinweis auf die Bedeutung einer fundierten Bildung wird natürlich trotzdem geliefert, hübsch verpackt in einen massiven Seitenhieb auf ein bekanntes Modelabel, das sich laut eigener Aussage vor allem an gutaussehende und wohlhabende Kunden richtet.

Als Verbindungspräsident Teddy beweist Zac Efron (r.), dass er mittlerweile mehr drauf hat als den eindimensionalen Teenieschwarm. (© Universal Pictures)

Als Verbindungspräsident Teddy beweist Zac Efron (r.), dass er mittlerweile mehr drauf hat als den eindimensionalen Teenieschwarm. (© Universal Pictures)

 

 

In diese Zielgruppe passt Zac Efron natürlich perfekt hinein und der Teenieschwarm aus „High School Musical“ füllt die Rolle als Frauenheld einmal mehr und mittlerweile sehr routiniert aus. Vom singenden und tanzenden Charmeur ist allerdings in seiner Rolle in „Bad Neighbors“ nicht mehr viel übrig geblieben. Mittlerweile hat sich Efron ein paar Ecken und Kanten zugelegt und war er von Anfang an erste Wahl der Produzenten für die Rolle des klischeehaften und chronisch lernfaulen Verbindungs-Präsidenten Teddy.
Der ebenfalls als Komiker sehr erfahrene Seth Rogen war ebenfalls als Mac Radner für den Film eingeplant, bevor überhaupt ein Studio für die Produktion gefunden war. Entsprechend auf die Schauspieler zugeschnitten sind die Rollen und einige reale Aspekte werden überspitzt im Film aufgegriffen – zum Beispiel Rogens Marihuana-Konsum oder die australische Herkunft seiner Filmfrau Kelly (Rose Byrne). Die Harmonie des gesamten Ensembles stimmt und lässt die mit einigen Logikfehlern versehene Geschichte trotzdem (und dank einiger wirklich lustiger Running Gags) wunderbar funktionieren. Schließlich handelt es sich hier um eine Komödie und dementsprechend soll der Film nicht zum Nachdenken, sondern Lachen anregen. Damit hat Regisseur Nicholas Stoller ja glücklicherweise jede Menge Erfahrung und die macht sich nun auch bei „Bad Neighbors“ bezahlt. Ob es nun im Drehbuch festgelegte Witze, gelungene Improvisationen oder blankes Fremdschämen sind – der Film ist Unterhaltung pur. Und zwar von der ersten bis zur letzten Minute.

Die gelungene Besetzung von „Bad Neighbors“ sorgt auch trotz einiger Logikfehler in der Story für gute Unterhaltung. (© Universal Pictures)

 

 

Denn der komödiantische Aspekt steht immer im Vordergrund, weshalb die gegenseitigen Anfeindungen der Hauptfiguren nie so richtig ernst herüberkommen. Selbst bei fiesen Streichen und wilden Prügeleien hat man das Gefühl, dass das alles ja nur halb so schlimm war. Generell ist die ganze Fehde mitsamt ihrem exzessiven Gebrauch von Schimpfwörtern und Flüchen sehr überzogen dargestellt und man erreicht nie das „Das geht jetzt aber zu weit“-Gefühl. Das macht aber insofern nichts, als dass es sich bei „Bad Neighbors“ schließlich um eine Gute-Laune-Komödie handelt und die kommt angesichts der klaren Ausrichtung natürlich schnell auf. Dass die Schauspieler ebenfalls ihren Spaß hatten, wird spätestens bei Betrachtung der Outtakes im „Gag Reel“ deutlich und bestätigt den Eindruck, den man schon während des eigentlichen Films gewinnt. Aber seien wir ehrlich: Bei der Kombination Rogen/Efron hätte das wohl niemand ernsthaft bezweifelt…

Selbst bei der mutwilligen Zerstörung fremden Eigentums verliert die Komödie nichts von ihrem sorglosen Charakter. (© Universal Pictures)

Selbst bei der mutwilligen Zerstörung fremden Eigentums verliert die Komödie nichts von ihrem sorglosen Charakter. (© Universal Pictures)

 

 

Das Bild der Blu-ray ist sehr detailliert und immer Heimkino-gerecht. Auch der Ton ist über alle Zweifel erhaben und die Dialoge lassen sich selbst in der wilden Party-Atmosphäre im Haus der Studentenverbindung gut verfolgen. Das Bonusmaterial ist mit alternativem Filmbeginn, unveröffentlichten Szenen, Outtakes und kleinen Filmchen mit Hintergrundinformationen zur Story sowie Blicken hinter die Kulissen sehr üppig und sorgt auch nach dem Film für eine ordentliche Portion zusätzlicher Unterhaltung.

Die Qualität der Blu-ray überzeugt auch in den technisch anspruchsvollen Partyszenen voll und ganz. (© Universal Pictures)

Die Qualität der Blu-ray überzeugt auch in den technisch anspruchsvollen Partyszenen voll und ganz. (© Universal Pictures)

 

 

Fazit

Für Freunde derben Humors ist „Bad Neighbors“ ein echter Leckerbissen. Das Tempo ist ebenso wie der Spaßlevel hoch und auch die peinlichsten Gags werden von Efron, Rogen und Co geliefert. Dazu rundet das umfangreiche Bonusmaterial die auch technisch gelungene Blu-ray ab.

 

 

„Bad Neighbors“ ist ab heute auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Universal Pictures erhältlich.

 

Erscheinungsdatum
12. September 2014

Originaltitel
Neighbors

Genre
Komödie

Laufzeit
ca. 93 Minuten

Altersfreigabe
ab 12 Jahren

Regie
Nicholas Stoller

Cast
Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne, Christopher Mintz-Plasse, Dave Franco, Ike Barinholtz, Jerrod Carmichael, Lisa Kudrow

 

 

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