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Eine der häufigsten Ausreden vor der Anschaffung eines neuen Multiroom-Systems lautet: „Aber ich habe doch noch eine gute Stereo-Anlage!“ Ab jetzt lohnt sich gerade dann die Anschaffung des Omni-Systems von Harman/Kardon. Das bindet nämlich mit seinem Zauberkästchen Adapt die liebgewonnene Stereo-Anlage gleich mit ins Multiroom-Netzwerk ein!

Das kleine Zauberkästchen Omni Adapt von Harman/Kardon bindet Stereo-Anlagen oder Aktivlautsprecher ins Multiroom-Netzwerk ein.

Das kleine Zauberkästchen Omni Adapt von Harman/Kardon bindet Stereo-Anlagen oder Aktivlautsprecher ins Multiroom-Netzwerk ein.

 

 

Beim Omni Adapt handelt es sich nämlich schlicht ausgedrückt um einen Empfänger für Anlagen oder Aktivlautsprecher, denen die Netzwerkfähigkeit von Haus aus fehlt. Der Adapt wird ganz einfach per Miniklinke an den passenden Eingang der „alten“ Anlage angeschlossen und versorgt sie ab sofort mit der im heimischen Netzwerk gestreamten Musik. Das tut er sowohl als Einzelkämpfer als auch als Teamspieler in Kombination mit den bereits von uns getesteten Multiroom-Lautsprechern Omni 10 und Omni 20 aus derselben Harman/Kardon-Serie. Mit dem Umweg über den Adapt erreicht die gestreamte Musik sogar detaillierten Klang in HD-Qualität mit bis zu 24 Bit/96 kHz. Da sehen CD-Player immer alt aus, denn die schaffen bekanntlich nur 16 Bit/44,1 kHz. Passend zum hochglanzpolierten Sound erstrahlt auch das Gehäuse des gerade einmal 121 Gramm schweren Adapt in ansehnlichem Schwarz, passend zu den Lautsprechern der Omni-Serie. Die Bedienfelder sind gummiert und daher schön griffig. Da sie erst auf gezielten Druck reagieren, kann man nicht aus Versehen eine andere Quelle auswählen oder die Wiedergabe unterbrechen. Das ist beim Omni Adapt sehr praktisch, schließlich wird er vermutlich in der Nähe der Stereo-Anlage und damit fast immer in Reichweite für neugierige Kinder- oder Gästehände liegen.

 

Wie bei den Omni-Lautsprechern gibt es auch am Adapt keinen An/Aus-Schalter. Die Tasten beschränken sich auf die zentral liegende „Link“-Taste sowie den Bluetooth-Button links und die Play/Pause-Taste rechts davon. Der fehlende Power-Knopf wird durch einen automatischen Ruhezustand nach zehn Minuten Inaktivität kompensiert. Natürlich lässt sich auch jederzeit die Stromzufuhr durch Herausziehen des Micro-USB-Kabels unterbrechen – keine Sorge, der Adapt merkt sich die Konfiguration und muss nicht nach jeder Trennung vom Stromnetz erneut konfiguriert werden.

Wie die Omni-Lautsprecher hat auch der Adapt keinen An/Aus-Schalter. Bluetooth,

Wie die Omni-Lautsprecher hat auch der Adapt keinen An/Aus-Schalter. Bluetooth, „Link“ und Play/Pause – mehr Tasten gibt es nicht.

 

 

Netzwerkanschluss auch für alte Geräte

Auf der Rückseite des kleinen Kästchens finden wir ebenfalls zwei Tasten, die der Integration des Omni Adapt ins Netzwerk dienen. Die eine ist als „Reset“ gekennzeichnet, die andere als „WPS“. Verfügt der heimische Router ebenfalls über eine WPS-Taste, lässt sich der Adapt (wie auch die anderen Geräte aus der Omni-Serie) ganz einfach per Knopfdruck ins Netzwerk einbauen, ganz ohne Passwort-Eingabe oder ähnliches. Zunächst wird dafür jedoch die kostenlose „Controller“-App von Harman/Kardon benötigt. Diese gibt es sowohl für Android– als auch für iOS-Geräte und steht dementsprechend in beiden App-Stores zur Verfügung.
Die App fragt gleich beim ersten Aufrufen, ob wir ein Omni-Gerät hinzufügen möchten und bietet eine entsprechende Schaltfläche an. Eine Kurzanleitung samt optionalem Video folgt und dann wird gleich nach der gewünschten Konfigurationsart gefragt. Ist die WPS-Option das Mittel der Wahl, sollten Sie sicherstellen, gut an Ihren Router heranzukommen. Denn sowohl dort als auch am Adapt muss die WPS-Taste kurz gedrückt werden, um das Gerät ins Netzwerk zu integrieren.
Alternativ funktioniert auch die klassische, manuelle Installation. Dazu drücken wir zunächst die Reset-Taste am Adapt, bis das „Link“-Symbol in der mittleren Taste blinkt. Die App erkennt daraufhin den Adapt und zeigt ihn in ihrer Liste an. Einmal antippen und schon landen wir bei der Passworteingabe. Hier müssen Sie Ihren WLAN-Schlüssel eingeben. Da nur eine verschlüsselte Anzeige möglich ist, bitte gut konzentrieren, um nicht alles noch einmal machen zu müssen. Per Antippen der „OK“-Schaltfläche wird die Integration abgeschlossen und ein grüner Haken erscheint. Keine Sorge, falls die WLAN-Verbindung während des letzten Schrittes zwischenzeitlich abbricht – das Hinzufügen gelingt trotzdem.
Sehr wahrscheinlich wird der frisch hinzugefügte Adapt einen Hinweis auf ein verfügbares Update geben. Das sollte idealerweise gleich durchgeführt werden, um das Gerät auf den aktuellsten Stand zu bringen. Bei unserem Testgerät hat es nicht einmal zwei Minuten gedauert.

Per Miniklinke wird der Adapt an Stereo-Anlagen o.ä. angeschlossen. Auch ein Aux-Eingang ist vorhanden.

Per Miniklinke wird der Adapt an Stereo-Anlagen o.ä. angeschlossen. Auch ein Aux-Eingang ist vorhanden.

 

 

Um den betriebsbereiten Omni Adapt nun mit Musik zu versorgen, sind zusätzlich zum unsichtbaren Streaming-Modul auch noch jeweils ein Eingang sowie ein Ausgang für Miniklinkenkabel vorhanden. Der Ausgang dient logischerweise dem Anschluss des Adapt an eine Stereo-Anlage oder einen Aktivlautsprecher. Über den Eingang können diverse Mobilgeräte von Smartphones über Tablets bis hin zu Laptops mit gespeicherter Musik angeschlossen werden. Wir bleiben aber natürlich beim Streaming und haben auch hier zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen können wir weiterhin die Controller-App nutzen und Musik direkt vom Smartphone oder Tablet per WLAN an den Adapt schicken. Voraussetzung hierfür ist, dass die Dateien direkt auf dem genutzten Mobilgerät gespeichert sind. Dann können wir uns per App durch die Bibliothek navigieren und auch gleich mehrere Omni-Geräte ansteuern.
Wer allerdings seine Musik auf dem PC oder einer Netzwerk-Festplatte gespeichert hat, kommt mit der Controller-App aktuell noch nicht weit. Es lohnt sich aber auch hier, auf mögliche Updates zu achten, denn Harman/Kardon hat bereits entsprechende Erweiterungen des Funktionsumfangs angekündigt. Bis das geschieht, greifen wir ganz einfach auf die Standard-App zur Musikwiedergabe zurück und koppeln unser Mobilgerät per Bluetooth an den Adapt. Das ist ebenfalls schnell erledigt, indem man die entsprechende Taste am Adapt betätigt. Das „Link“-Symbol blinkt daraufhin blau. Auch am Mobilgerät muss natürlich die Bluetooth-Funktion aktiviert sein und über das entsprechende Menü nach verfügbaren Geräten gesucht werden. Innerhalb weniger Sekunden sollte der Adapt in der Liste auftauchen und ein Pairing hergestellt werden. Falls das nicht auf Anhieb gelingt, unterbrechen Sie einmal die Stromzufuhr zum Adapt und versuchen Sie es erneut. Wir hatten dieses Problem ebenfalls, konnten es auf diese Weise aber auf Anhieb lösen.
Sobald die Bluetooth-Verbindung steht, nutzen wir den Standard-Musikplayer und greifen per DLNA auf die verfügbaren Medienserver zu. Wer übrigens neben seinem Smartphone auch noch ein Tablet zur Verfügung hat, sollte dieses vorzugsweise für die Steuerung der Multiroom-Wiedergabe nutzen. Denn bei gleichzeitiger Nutzung von Messenger-Apps und bei Push-Notifications im Allgemeinen (z.B. bei eingehenden E-Mails) kann es zu kurzen Aussetzern in der Wiedergabe kommen.

Musik von NAS-Platten oder dem PC kann noch nicht über die passende App gestreamt werden - der Adapt arbeitet aber auch mit anderen Apps.

Musik von NAS-Platten oder dem PC kann noch nicht über die passende App gestreamt werden – der Adapt arbeitet aber auch mit anderen Apps.

 

 

Winziges Gehäuse, riesiger Klang

Bei Nutzung mehrerer Lautsprecher bzw. Adapt-Kombinationen sind diese übrigens alle in der Controller-App in der rechten Seitenleiste aufgeführt. Per Party-Modus lassen sich alle Lautsprecher gleichzeitig ansteuern. Nutzt man die Bluetooth-Funktion, um Musik vom Medienserver zu streamen, wird zwar nur ein Omni-Gerät direkt angesprochen, die anderen lassen sich aber bequem entweder per App oder auch per Druck auf die „Link“-Taste „anhängen“ und spielen munter mit. Die bereits erwähnte HD-Qualität sorgt dabei stets für brillanten Sound. Wir haben unseren Hörtest genutzt, um nach langer Zeit mal wieder in diverse Hits der Band „Incubus“ reinzuhören. Da darf der Song „Drive“ natürlich nicht fehlen und wie schon beim Test der Omni-Lautsprecher sind wir bereits nach wenigen Takten vollauf begeistert. Es ist einfach unglaublich, wieviel Klangqualität Harman/Kardon aus den vergleichsweise winzigen Multiroom-Komponenten herausholt. Da geht nichts verloren, jedes Instrument erhält die ihm zugedachte Aufmerksamkeit und im Raum macht sich sofort eine Atmosphäre wie im Proberaum beziehungsweise Studio breit. Besonders bei der Live-Version von „Wish you were here“ oder dem noch dynamischeren Titel „Circles“ schwappt die Energie der Band aus den Lautsprechern ins Zimmer. So gefällt uns das!

Auch bei sehr ruhiger Singer/Songwriter-Musik beweist der Omni Adapt sein Talent. Ob es nun der eher für Balladen bekannte Tom Lüneburger oder der durchaus auch etwas mehr in Richtung Pop strebende Erik Penny sind (beide sind übrigens im Frühjahr auf Tour – Erik Penny im Januar/Februar, Tom Lüneburger ab März), der Adapt reicht all die positive Energie und Virtuosität der an ihn herangetragenen Songs ungefiltert weiter. Um es kurz zu machen: Es gibt mit der Omni-Serie von Harman/Kardon keine Ausrede mehr. Wer sich für Multiroom interessiert und gleichzeitig nicht auf liebgewonnen HiFi-Komponenten verzichten möchte, wird am Adapt und seinen Kollegen nicht vorbeikommen.

Auch im Zusammenspiel mit den Omni-Lautsprechern macht der Adapt eine gute Figur - Multiroom par excellence!

Auch im Zusammenspiel mit den Omni-Lautsprechern macht der Adapt eine gute Figur – Multiroom par excellence!

 

 

Fazit

Dezent, kompakt und chic ist der Adapt die ideale Ergänzung für alle HiFi-Geräte ohne Netzwerk-Funktion. Das kleine Zauberkästchen fällt optisch kaum auf, macht sich klanglich dafür umso deutlicher bemerkbar. In Kombination mit den Omni-Lautsprechern sorgt Harman/Kardon für ein mächtiges, weil allumfassendes Multiroom-System, das neben Streaming in HD-Qualität auch in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis der Konkurrenz den Weg vorgibt.

 

 

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

 

Modell:Harman/Kardon
Omni Adapt
Produktkategorie:Multiroom-Adapter
Preis:129 Euro (UVP)
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:Harman Deutschland, Heilbronn
Tel.: 0724 / 8711132
www.harmankardon.de
Abmessungen (HBT):30 x 118 x 86 mm
Gewicht:121 g
Eingangsverbindungen:Bluetooth®, Aux-in, WLAN
Besonderes:- Multiroom-Upgrade für Stereo-Anlagen und Aktivlautsprecher
- Streaming über WLAN
- kostenlose App zur Steuerung
- Bluetooth
Lieferumfang:Kurzanleitung, Energieversorgung über USB, landesspezifisches Netzkabel, Sicherheits- und Garantieblatt
Benotung:
Praxis (50%):1,0
Ausstattung (50%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend
150107.Harman-Kardon_TESTsiegel
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