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Zwanzig Jahre nach dem Verschwinden seiner Schwester Heather findet James im Internet Videomaterial, das sie bei der Suche nach der Blair-Hexe zeigt. Unbekannte haben... Blair Witch – Das Sequel zum Horrorklassiker

Zwanzig Jahre nach dem Verschwinden seiner Schwester Heather findet James im Internet Videomaterial, das sie bei der Suche nach der Blair-Hexe zeigt. Unbekannte haben die Bilder im Black Hills Forest gefunden und dorthin bricht James mit Freunden auf, voller Überzeugung davon, das rätselhafte Verschwinden seiner Schwester aufzudecken.

Vor 20 Jahren verschwand Heather im Black Hills Forest. Nachdem er sie in einem Video zu erkennen glaubt, macht sich ihr Bruder James mit ein paar Freunden auf die Suche. (© Studiocanal)

Vor 20 Jahren verschwand Heather im Black Hills Forest. Nachdem er sie in einem Video zu erkennen glaubt, macht sich ihr Bruder James mit ein paar Freunden auf die Suche. (© Studiocanal)

Hektisch und von Panik getrieben rennt eine Person durch ein heruntergekommenes Haus, im Hintergrund von schrecklichen, nicht definierbaren Geräuschen und Schreien begleitet. Ein Youtube-Video zeigt diese angsteinflößenden Szenen, die sich James (James Allen McCune) gemeinsam mit seiner Freundin Lisa (Callie Hernandez) ansieht. Nicht ohne Grund, denn er glaubt, in einer bestimmten Szene seine Schwester Heather zu erkennen. Diese ist vor 20 Jahren verschwunden, nachdem sie sich mit Freunden auf den Weg zum Black Hills Forest gemacht hat, um eine Dokumentation über die Blair Witch zu drehen. Seitdem gilt sie als vermisst, doch nun vermutet James sie als blutüberströmte Frau in einem Spiegel zu erkennen. Fest entschlossen, das Geheimnis um seine Schwester aufzuklären, machen sich James und Lisa in Begleitung ihrer Freunde Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid) ebenfalls auf den Weg in den Black Hills Forest.

Ausgerüstet sind sie mit modernster Kameratechnik, mit deren Hilfe sie den Mythos der Blair Witch lüften wollen. Unterwegs stoßen sie auf die beiden einheimischen Teenager Lane (Wes Robinson) und Talia (Valorie Curry), die sich ihnen anschließen. Doch schon nach kurzer Zeit und einer Nacht im Wald wird der Gruppe klar, dass es offenbar eine falsche Entscheidung war, den „Black Hills“-Wald zu betreten. Unheimliche Geräusche, seltsame Holzfiguren und der Verlust der Orientierung widerfahren ihnen – alles, das bereits vor 20 Jahren passiert ist, wiederholt sich. In dem folgenden Wahnsinn, den die Freunde erleben, stoßen sie auf das Haus, das auch im Youtube-Video zu sehen ist und vermutlich der letzte Aufenthaltsort von Heather war. Die Freunde betreten das Zentrum des Grauens …

Doch schnell merken die Teenager, dass der Wald nicht umsonst geheimnisumwittert ist. (© Studiocanal)

Doch schnell merken die Teenager, dass der Wald nicht umsonst geheimnisumwittert ist. (© Studiocanal)

Gelungene Inszenierung

1999 erschien ein Film, der bis heute einer der bekanntesten Horrorfilme ist: „The Blair Witch Project“ von Daniel Myrick und Eduardo Sanchez. 17 Jahre später verkündet Adam Wingard ein neues Horrorfilmprojekt mit dem Titel „The Woods“. Erste Trailer und Plakate erscheinen, Fans des Genres sind hellauf begeistert. Doch hinter dem Filmprojekt „The Woods“ versteckt sich tatsächlich das Sequel zum Blair Witch Project. Erst auf der Comic Con in San Diego lüftet Wingard das Geheimnis und die Poster werden ausgetauscht. Die Strategie geht auf, die Fangemeinde ist außer Rand und Band. Wingard, der Regie bei unter anderem „V/H/S – Eine mörderische Sammlung“ und „You’re Next“ geführt hat, gilt als Retter des Genres und verspricht, mit dem Sequel Blair Witch eine Hommage an den ersten Teil zu liefern. Sein Ziel sei es, das Geheimnis um die Blair-Hexe genauer zu beleuchten und einen tieferen Einblick auf das Böse zu gewähren.

Trotz modernster Ausrüstung verliert die Gruppe im dichten Wald die Orientierung. (© Studiocanal)

Trotz modernster Ausrüstung verliert die Gruppe im dichten Wald die Orientierung. (© Studiocanal)

Und so kommt dem Zuschauer vieles aus Blair Witch sehr bekannt vor. Alles wiederholt sich nur auf viel schrecklichere Art und Weise. Und in guter Videoqualität, denn 20 Jahre Videotechnik liegen zwischen dem ersten gefundenen Filmmaterial und den aktuell gezeigten Aufnahmen. HD-Kameras und Drohnentechnologie fangen das Grauen schärfer und detailreicher ein als beim Vorgänger und so nimmt Blair Witch den Zuschauer mit auf eine Reise tief in den Black Hills Forest. Höhepunkt der Expedition ist natürlich der Fund des Hauses, in welchem die Blair-Hexe ihr Unwesen treiben soll. Und für diesen Höhepunkt haben sich Regisseur Adam Wingard und der Szenenbildner Thomas S. Hammock etwas Besonderes einfallen lassen:  Sie bauten das komplette Innenleben des Hauses nach und machen dieses somit zum Highlight des Films.

Im nächtlichen Wald gehen mysteriöse Dinge vor sich. (© Studiocanal)

Im nächtlichen Wald gehen mysteriöse Dinge vor sich. (© Studiocanal)

Schauspieler und Kamerakind

Die Besetzung von Blair Witch ist sehr klein gehalten, gerade einmal sechs Schauspieler bilden den kompletten Cast. Hauptdarsteller und Initiator des Ganzen ist James Allen McCune, der sich unter anderem in „The Walking Dead“ schon ins Horror-Genre einfühlen konnte. Er spielt Heathers Bruder James, der nach seiner verschwundenen Schwester sucht. An seiner Seite wagen sich Callie Hernandez („La La Land“), Corbin Reid („How to get away with Murder“, „Kingdom“) und Brandon Scott () in den geheimnisumwitterten Black Hills Forest. Dort mussten die Schauspieler allerdings nicht nur ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, sondern auch tatsächlich die Nächte im Zelt verbringen und als Kamera-Operateur agieren. Dennoch oder gerade deshalb gelingt es ihnen allerdings, ihre Emotionen sehr glaubhaft darzustellen und das Publikum von der Authentizität der Ereignisse zu überzeugen.

Hartnäckig sucht James weiter nach einem Zeichen seiner Schwester und stößt auf das heruntergekommene Haus aus dem Youtube-Video. (© Studiocanal)

Hartnäckig sucht James weiter nach einem Zeichen seiner Schwester und stößt auf das heruntergekommene Haus aus dem Youtube-Video. (© Studiocanal)

Da es sich bei Blair Witch allerdings größtenteils um einen „Found Footage“-Film (Format 1,77:1) handelt, darf man keine allzu hohen Erwartungen an die Bildqualität haben. Die Technik hat sich zwar im Vergleich zu „The Blair Witch Project“ deutlich verbessert, HD-Kameras und Drohnen kommen nun zum Einsatz. Aber in diesem Genre muss man nach wie vor damit leben, dass es sehr wacklige Kamerafahrten gibt, die sicher nicht für Jedermann geeignet sind. Der Ton der DVD liegt im deutschen und englischen Dolby Digital 5.1 Format vor. Getestet wurde die deutsche Tonspur, diese weiß auch zu überzeugen, die Szenen im Wald sind gespickt mit guten Surround-Szenen. Bereits hier fühlt man sich stellenweise mitten in den Wald versetzt, doch richtig punkten kann die Technik im letzten Drittel des Films. Hier betreten die Freunde das Haus und eine Achterbahnfahrt des Wahnsinns und Terrors beginnt. Gerade die Szenen, in denen die Hexe auftaucht oder man nur über ihre Präsenz Bescheid weiß, prägen sich ein.
Im Bonusmaterial befinden sich ein kurzes Making-Of, ein interessantes Featurette, in dem Hammock und Wingard das nachgebaute Haus erkunden und vorstellen, sowie ein paar Vorschautrailer.

Doch ob das Betreten des Hauses eine gute Idee ist..? (© Studiocanal)

Doch ob das Betreten des Hauses eine gute Idee ist..? (© Studiocanal)

Fazit

Wer „The Blair Witch Project“ mag, wird auch die Fortsetzung mögen. Wingard hat es mit dem Sequel geschafft, die Geschichte um das Zentrum des Grauens mit alten Mitteln zu verfeinern und fortzuführen. Absolutes Highlight ist das letzte Drittel des Films, in dem die Gruppe das Haus der Hexe betritt und beim Zuschauer tiefste Urängste weckt. Horrofilmfans kommen mit Blair Witch definitiv voll und ganz auf ihre Kosten.

„Blair Witch“ ist als DVD und Blu-ray im Vertrieb von Studiocanal erhältlich.

Genre
Horror

Altersfreigabe
ab 16 Jahren

Laufzeit
ca. 89 Minuten

Regie
Adam Wingard

Cast
James Allen McCune, Callie Hernandez, Brandon Scott, Corbin Reid, Wes Robinson, Valorie Curry

80 of 100

70 of 100

75 of 100

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