Home » Tests » WiFrame von InLine: Smarter Rahmen für Fotos aus der Ferne
30. Oktober 2020
von Sonja Bick
RedakteurinEgal ob man gerade in Deutschland oder irgendwo anders auf der Welt unterwegs ist: Besitzt man den smarten und überraschend preiswerten Bilderrahmen WiFrame von InLine kommen Fotos und Videos quasi in Echtzeit von den Liebsten daheim an. Gesendet werden sie über eine App – und schon können Oma, Opa, die WG-Mitbewohner und liebe Freunde an den Erlebnissen des Absenders teilhaben. Das hört sich fantastisch an – und wird nun getestet.

Digitale Bilderrahmen gibts schon lange. Der InLine WiFrame lässt sich allerdings auch aus der Ferne – selbst aus dem Urlaub – mit Fotos und Videos befüllen.
Fotoalben aus der eigenen Kindheit, Bilderrahmen mit einzigartigen Motiven an den Wänden: Fotos haben eine ganz besondere Faszination und wecken Erinnerungen. Dank Smartphone werden zwar immer mehr Fotos geschossen, doch „öffentlich“ sichtbar werden selbst die allerschönsten Motive kaum noch. Wer macht schon regelmäßig Abzüge von den besten Bildern, bestückt Rahmen neu oder gestaltet gleich ein ganzes Fotobuch? Bilder werden womöglich per WhatsApp verschickt, verschwinden dann aber irgendwo in den Tiefen des Smartphone-Speichers. Und was ist, wenn Eltern oder Großeltern gar kein WhatsApp – oder noch nicht einmal ein Handy – haben?
Mit dem WiFrame kann man Fotos und damit verbundenen Erlebnissen wieder mehr Beachtung zu schenken: Über die kostenlose App können Bilder geteilt werden – von überall auf der Welt. Das funktioniert mit wenigen Klicks. Selbst eine Bildunterschrift lässt sich in Sekundenschnelle hinzufügen – und schon können Freunde und Familie an den schönsten Momenten des Absenders teilhaben.

Mit nur rund 2,5 Zentimetern Tiefe ist der WiFrame superschlank.
Schnappschüsse der Enkel
Gerade ältere Menschen, die nicht mehr ganz so mobil sind, verbringen viel Zeit in ihrer Wohnung und kennen vielleicht das Gefühl etwas zu verpassen. Sei es der Urlaub der Kinder oder die Einschulung des Enkels in einer entfernten Stadt. Mit dem WiFrame von InLine können Eltern und Großeltern weiterhin an ganz alltäglichen und sehr besonderen Erlebnissen teilhaben.
Das Tolle an dem smarten Bilderrahmen: Nicht nur eine Person kann Fotos und Videos schicken, sondern alle, die sich die Frameo-App heruntergeladen und sich mit dem WiFrame verbunden haben. Die ganze Familie hat also die Möglichkeit, Videos und Bilder mit einer persönlichen Botschaft direkt vom Smartphone an den Bilderrahmenbesitzer zu schicken. So wird dieser zum digitalen Fotoalbum mit gestochen scharfen Urlaubsgrüßen und spontanen Schnappschüssen. Doch nicht nur innerhalb der Familie, auch unter besten Freuden, Mitbewohnern oder Arbeitskollegen kann der Bilderrahmen von vielen Seiten mit immer neuen Motiven gefüttert werden.

Der WiFrame ist sogar für die Monatge an Vesa-Wandhaltern vorbereitet.
Schöne Bildschirmgröße
Um in den Genuss der Bilder zu kommen, wird der WiFi-Rahmen zunächst aus seiner Verpackung befreit. Dieser ist wahlweise mit weißem oder schwarzem Rahmen erhältlich. Der Bildschirm hat mit zehn Zoll eine beachtliche Größe, was ungefähr 25 Zentimeter in der Diagonale entspricht. Mitgeliefert werden ein Netzteil, ein Standfuß und eine Bedienungsanleitung. Auf der Rückseite des Rahmens befinden sich der Power-Knopf, Steuerungstasten, das Gewinde für den Standfuß sowie Befestigungspunkte für Aufhängoptionen. Dank kompakter Abmessungen und umfangreicher Anbringungsmöglichkeiten kann der WiFrame fast überall aufgestellt werden. Der Standfuß ermöglicht die horizontale oder vertikale Nutzung, dank der integrierten Aufhängung ist auch eine Wandmontage problemlos möglich. Die 75-Millimeter-Vesa-Lochung ermöglicht sogar eine Montage an handelsüblichen Wand-Haltern.
Seitlich befinden sich Anschlüsse für Netzteil, Mini-USB, USB 2.0, Speicherkarte sowie der 3,5-Millimeter-Kopfhörer-Ausgang. Bei USB-Sticks oder SD-Karten wird eine maximale Kapazität von 32 Gigabyte unterstützt. Sie müssen im FAT32-Datensystem formatiert sein.
Strom dran – los geht’s
Der Bilderrahmen ist in Sekundenschnelle für die Eindrücke aus aller Welt empfangsbereit: Dafür wird der WiFrame mit Strom versorgt, schon startet das Betriebssystem (Android 6.0.1). Währenddessen kann man den Standfuß schrauben und überlegen, ob man den WiFrame im Quer- oder Hochformat aufstellen möchte. Anschließend muss der smarte Rahmen noch mit dem WLAN verbunden werden: Dafür wird das eigene Netzwerk ausgewählt und das entsprechende Passwort eingeben. Das war’s erst einmal von Seiten des „Empfängers“.
Jetzt ist der „Absender“ an der Reihe: Dieser lädt als erstes die Frameo-App herunter und legt ein Konto mit seinem Namen an. Das war es schon! Auf dem Bilderrahmen wird nun der Punkt „Freund hinzufügen“ angetippt. Es erscheint ein Code, der jetzt in der App unter „Neuen Rahmen hinzufügen“ eingegeben und bestätigt werden muss. Und schon kann man Bilder auswählen und als digitales Fotoalbum oder blitzschnelle Postkarte mit Text abschicken.

Die Netzwerkeinrichtung ist kinderleicht. Ist der WiFrame mit den heimischen WLAN verbunden, kann Freunden der Zugriff erlaubt werden. Dazu wird dann allerdings die Frameo-App benötigt.
Fotos per App senden
Jetzt schaue ich mir die Frameo-App etwas genauer an: Sie ist klar strukturiert und wirklich sehr übersichtlich gestaltet. Es finden sich folgende Menüpunkte: Verbundene Rahmen, Verlauf (welche Fotos wann verschickt wurden), Frame kaufen und Einstellungen (z.B. ob Benachrichtigungen angezeigt werden sollen). Änderungen muss man eigentlich nicht vornehmen. Die wichtigste Funktion springt einem ohnehin direkt ins Auge: Fotos und Videos werden nämlich als Galerie auf dem Display angezeigt. Hier kann man eines oder gleich mehrere Bilder auswählen, anschließend mit derselben oder unterschiedlichen Bildunterschriften versehen und auf „Foto senden“ tippen. Das alles geht einem leicht von der Hand und ist selbsterklärend. Auch ungeübtere Smartphone-Nutzer sollten damit ganz locker zurechtkommen und ihre Eindrücke problemlos auf die Reise schicken können. Nur eine Sekunde nachdem die Fotos die App verlassen haben, sind sie auch schon auf dem smarten Bilderrahmen angekommen – immer vorausgesetzt, mobiles Netz und WLAN spielen mit.

Die App ist superschnell eingerichtet und mit Fotos befüllt.
Fotos auf dem WiFrame empfangen
Die Fotos erscheinen prompt in dem Rahmen. Ein Signalton erklingt, zudem wird links oben eine Benachrichtigung eingeblendet, wie viele Fotos man erhalten hat. Unten erscheint eine Leiste, in der die Bildunterschrift sowie Absender, Datum und Uhrzeit ablesbar sind. Kümmert man sich nun nicht weiter um die Einstellungen, wird eine Diashow gestartet, bei der die Fotos nach zehn Sekunden wechseln, was ich als Betrachter als sehr angenehm empfinde.
Und auch die Bedienung überzeugt: Berührt man den Touch-Screen, erscheint oben rechts in der Ecke ein Power-Button sowie mittig ein übersichtliches Menü. Hier lassen sich Freunde hinzufügen, eine Galerie anzeigen, das ausgewählte Foto verbergen und zwischen den Optionen „Rahmen füllen“ und „An Rahmen anpassen“ wählen. Ich habe meinen WiFrame im Hochformat aufgestellt. Bekommt man nun aber ein Querformat geschickt, kann der Rahmen dennoch komplett ausgefüllt werden, was schöne, große Motive zur Folge hat.
Feinschliff für den smarten Rahmen
Kommen wir zum Bereich „Einstellungen“: Hier können der Name des Rahmens sowie Ort, Sprache und Zeit eingestellt werden („Mein Rahmen“). Im Unterpunkt „Fotos verwalten“ bekommt man beispielsweise einen Überblick über den belegten Speicherplatz und kann Fotos löschen. Weiter geht es mit „Meine Freunde“ und „Anzeige“, in dem Helligkeit des Bildschirms sowie ein Schlafmodus bestimmt werden können. Unter „Diaschau“ kann man die Zeit einstellen, die jedes Foto auf dem Bildschirm zu sehen sein soll. Auch die Reihenfolge der Fotos und Details zur Videowiedergabe können hier eingesehen und geändert werden. „WLAN“, „Benachrichtigungen“, „Sichern und Wiederherstellen“ sowie „Hilfe“ und allgemeine Infos („Über“) runden die Einstellungsvielfalt ab.
Vorteil: Man kann alles individuell einstellen, muss es aber nicht. Großeltern, die mit diesem „neumodischen Kram“ nicht zurechtkommen oder weniger Detailverliebte können alle Einstellungen einfach so belassen. Wer den Rahmen allerdings individualisieren möchte, kann dies mit wenig Zeitaufwand machen.

Die Speicherkapazität kann via SD-Karte wunschgemäß erweitert werden.
Scharfe Bilder mit tollen Farben
Die Bedienung ist wichtig. Mindestens genauso entscheidend ist aber auch die Bildqualität. Was nutzt die perfekte Handhabung, wenn die Fotos farblos oder verpixelt auf dem Bildschirm erscheinen? Diese Sorgen muss man sich beim WiFrame zu keiner Sekunde machen. Dargestellte Fotos sind gestochen scharf und bestechen durch natürlich-frische Farben. Selbstverständlich ist das Ergebnis, das beim Empfänger erscheint, immer abhängig von der Qualität, die der Absender auf Reisen schickt. „Normale“ Handykameras reichen hier in der Regel aber vollkommen aus.
Die weiße Schaumkrone auf den Wellen im Meer, das leuchtende Orange des Sonnenuntergangs, der knallig blaue Himmel am Strand – alle Farben überzeugen total. Sowohl die Bildqualität als auch die Größe des Rahmens sorgen dafür, dass auch kleine Details nicht verloren gehen – wie etwa leckeres Sushi auf dem Teller, ein Schmetterling in der bunten Blumenwiese oder Grimassen, die im Hintergrund gezogen werden.

Die Bildqualität des WiFrame kann sich absolut sehen lassen.
Kurze Videos für noch mehr Lebendigkeit
Wie bereits erwähnt, können auch Videos auf dem WiFrame landen. Die dürfen maximal 15 Sekunden lang sein, was ich persönlich als etwas kurz empfinde. Wird ein Video mal nicht direkt gesendet, geht man in den „Verlauf“ und versendet unter „Anstehende Zustellungen“ einfach nochmal.
Aufgrund der größeren Datenmenge dauert die „Reise“ hier natürlich im Vergleich zu Fotos selbstverständlich länger – aber das Ergebnis überzeugt: Sobald das Video den WiFrame erreicht hat, startet es automatisch. Der Ton kann über den Touchscreen zugeschaltet werden, Play/Pause kann man dort ebenfalls anwählen. Mehrere Leute können sich das Video sogar gleichzeitig anschauen, der Bildschirm ist groß genug, etwa vergleichbar mit einem Tablet. Während sich bei Smartphones die Kinder vor das kleine Display drängeln oder derjenige, der etwas von der Seite gucken muss, schlecht sieht, herrscht hier beste Sicht – auch aus ein wenig Entfernung.
Aus dem Ruhemodus erwachen
Hat man dann irgendwann doch mal genug von der Dia-Dauerschleife (inklusive Videos), ist es an der Zeit, sich und dem WiFrame eine Pause zu gönnen. Ein Fingertipp auf den Touchscreen, schon erscheint das Power-Symbol oben rechts in der Ecke. Tippt man darauf, hat man die Wahl zwischen „Ausschalten“, „Neu starten“ oder „Ruhen“. Ich empfehle letztere Option, wenn man schnell wieder Zugriff auf die Bilder haben möchte. Im Gegensatz zum kompletten Neustart, kehren die Fotos hier sofort aufs Display zurück, sobald der rückseitige Start-Knopf gedrückt wurde – oder aber der Schlafmodus beendet ist.
Zur Stabilität des InLine WiFrames lässt sich Folgendes sagen: Man muss wirklich keine Angst haben, dass dieser umfällt. Allerdings ist das Hochformat mit Standfuß die wackeligere Variante. Deutlich mehr Stabilität bekommt der Rahmen im Querformat. Am stabilsten ist er natürlich, sobald er an der Wand befestigt wird.

Die mitgelieferte Stütze erlaubt sowohl die horizontale wie vertikale Aufstellung.
Fazit
Der WiFrame von InLine kann das Leben vieler – gerade älterer – Menschen schöner, aufregender und einfach wieder spannender machen. Familie und Freunde können Fotos und Videos schicken per App, die dann in Sekundenschnelle auf dem smarten Bilderrahmen erscheinen. Dieser wird so ganz automatisch zum digitalen Fotoalbum. So kann jeder – zumindest virtuell – immer und überall dabei sein. Gerade für Großeltern eine tolle Möglichkeit, nichts zu verpassen. Sowohl App als auch WiFrame sind absolut bedienungsfreundlich, die Fotoqualität ist hervorragend. Lediglich bei den Videos gibt es leichte Schwächen in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit. Der WiFrame ist ein tolles und preislich hochattraktives Geschenk für alle, die man lieb hat und die man an seinem Leben teilhaben lassen möchte.
Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Simone Maier
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut
89 of 100
89 of 100
89 of 100

Technische Daten
Modell: | InLine WiFrame |
---|---|
Produktkategorie: | WiFi-Bilderrahmen |
Preise: | um 80 Euro (10 Zoll) |
Garantie: | 2 Jahre |
Ausführungen: | - Schwarz - Weiß |
Vertrieb: | Intos Electronic AG, Gießen Tel.: 0641 / 97260 www.inline-info.com |
Abmessungen: | 263 x 182 x 23 mm (BHT) |
Gewicht: | 580 Gramm |
Bildschirmdiagonale: | 10 Zoll (16:10), IPS-Panel |
Speicher: | 1 GB RAM, 16 GB interner Speicher |
Auflösung: | 1280 x 800 |
Betriebssystem: | Android 6.0.1 |
Unterstützte Formate: | jpeg, jpg, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, H.263, H.264, VC1, RV |
Eingänge: | - Mini USB OTG - USB 2.0 Typ A - Kartenslot für SD/MMC/MS Karten mit bis zu 32 GB Kapazität (FAT32) |
Ausgänge: | 3,5-mm-Stereo-Kopfhörerausgang |
Integrierte Lautsprecher: | ja |
Lieferumfang: | - Digitaler Bilderrahmen - Netzteil - Standfuß - Kurzanleitung |
Pros und Contras: | + einfache Bedienung + großer Bildschirm + tolle Bildqualität + schnelle Foto-Übertragung + Frameo-App + viele Absender für einen WiFrame möglich + digitales Fotobuch entsteht automatisch + Speicherplatz per USB/SD-Karte erweiterbar + zahlreiche Aufstell-/Aufhängungsmöglichkeiten - Videoversand nicht immer reibungslos |
Benotung: | |
Gesamtnote: | Preistipp |
Klasse: | Mittelklasse |
Preis-/Leistung | hervorragend |
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