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WERBUNG | Während Statistiken zeigen, dass vor der Pandemie nur rund 39 Prozent der Beschäftigten im Home-Office arbeiteten, ist die Zahl nun auf 61 von Hundert angestiegen. So bequem das Arbeiten von Zuhause aus auch ist, es birgt einige Herausforderungen …

Corona soll gehen, aber Home-Office bleibt

Das Corona-Virus treibt nun schon seit mehr als einem Jahr auf der ganzen Welt sein Unwesen. Das gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Leben leidet unter starken Beeinträchtigungen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess ist das Home-Office. Doch was zunächst als Übergangslösung gedacht war, hat sich mittlerweile längst zur Routine entwickelt. Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden zeichnet sich durch erhebliche Vorteile aus. So vermeiden Arbeitnehmer lange Arbeitswege, was eine enorme Kosten- und Zeitersparnis darstellt. Zudem kann der Arbeitstag im Home-Office einfach flexibler eingeteilt werden. Arzttermine können zwischenzeitlich wahrgenommen werden und auch die Kinderbetreuung gestaltet sich einfacher. Diese Vorzüge möchten viele Arbeitnehmer nun nicht mehr missen und hoffen, dass sie auch nach der Pandemie weiterhin von zu Hause aus arbeiten können.

Durch die verstärkte Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus sind auch gesetzliche Regelungen notwendig (Foro: unsplash.com/Mikey Harris).

Neue gesetzliche Regelungen für die Arbeit im Home-Office

Durch die verstärkte Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus ist eine gesetzliche Regelung notwendig. Das Bundesarbeitsministerium hat aus diesem Grund intensiv an einem Gesetzentwurf zum Thema Home-Office gearbeitet. Die neuen Regelungen verpflichten den Arbeitgeber allerdings nicht dazu, das Arbeiten im remote zu akzeptieren, sondern fördert lediglich die Kommunikation.
Der Arbeitnehmer hat nun die Möglichkeit, seinen Vorgesetzten schriftlich zu informieren, dass er im Home-Office tätig sein möchte. Der Antrag muss drei Monate im Voraus beim Unternehmen eingehen und soll eine umfangreiche Beschreibung des Arbeitstages beinhalten:

– Befristete oder unbefristete Dauer
– Beginn der Arbeitszeit
– Ende der Arbeitszeit
– Pausen
– Organisation der Arbeit
– Etc.

Antrag und Möglichkeiten

Im Anschluss daran hat der Arbeitgeber das Recht, eine schriftliche Begründung für die Annahme oder Ablehnung des Antrags zu verfassen. Sollte die Antwort des Unternehmens negativ ausfallen, kann die nächste Anfrage vier Monate später eingereicht werden.
Der Entwurf des Bundesarbeitsministeriums ist eine klare Ernüchterung. Es verpflichtet den Arbeitgeber nicht dazu, das Arbeiten im Home-Office grundsätzlich zu genehmigen. Stattdessen legt es auf mehreren Seiten dar, was in anderen Ländern schon seit Jahren gang und gäbe ist: Die grundsätzliche Möglichkeit des Arbeitens in remote.

Slack, Zoom und Co.

Im Home-Office arbeitet man allein. Um dennoch gemeinsames Brainstorming betreiben zu können, bieten sich innovative Tools an:

– Bei Zoom, Slack, Skype, Microsoft Team und anderen Programmen steht die Kommunikation im Vordergrund. Mit deren Hilfe können Videokonferenzen abgehalten werden, die Team Meetings im eigenen Büro simulieren.

– Cloud-Speicher wie Google Drive oder Microsoft One Drive bieten ausserdem die Möglichkeit große Datenmengen online abzuspeichern. Die Dokumente können so von allen Angestellten bearbeitet werden, die über einen entsprechenden Zugriff verfügen. Dem Teamwork steht also nichts mehr im Wege.

– Projekte können hingegen mit der Hilfe von Tirello oder Asana gemanagt werden. In den Programmen können Aufgaben verteilt werden und To-do-Listen angelegt werden. Das hilft die Arbeit zu organisieren und zu strukturieren.

Arbeitszeiterfassung im Home-Office

Im Home-Office vermischt sich das Privatleben leider oft mit der beruflichen Tätigkeit. Ruhepausen werden nicht eingehalten und der Arbeitgeber ruft auch noch nach der regulären Arbeitszeit an. Das Arbeitszeitgesetz gilt jedoch auch in den eigenen vier Wänden: Regelmäßige Pausen sind weiterhin Pflicht und die Höchstarbeitszeit darf die zehn Stunden pro Tag nicht überschreiten. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, eine Regelung für die Arbeitszeiterfassung festzulegen:

– Feste Arbeitszeiten: Durch einen verbindlichen zeitlichen Rahmen können Überstunden vermieden werden.
– Zeiterfassung digitalisieren: Mit Hilfe von virtuellen Stempelkarten behalten Sie und Ihr Arbeitgeber den Überblick.
– Manuelle Zeiterfassung: Viele Unternehmen setzen auf Excel, um sich einen Überblick über die Arbeitszeit der Mitarbeiter zu verschaffen. Beginn und Ende der Arbeitszeit müssen täglich in eine Tabelle eingetragen werden.

Ein eigener Arbeitsplatz, der nicht für andere Zwecke genutzt wird, hat höchste Priorität im Home Office (Bild: unsplash.com/Piotr Wilk).

Arbeits- und Datenschutz

Der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden muss den Vorgaben des Arbeitsschutzes entsprechen. Eine ausgiebige Befragung des Mitarbeiters und Einweisung in die Betriebssicherheitsverordnung sind verpflichtend. Darüber hinaus gelten die Datenschutzbestimmungen natürlich auch am heimischen Schreibtisch. Vorkehrungen zur Sicherheit der Daten müssen vom Arbeitgeber getätigt werden. Eine VPN-Verbindung bietet sich hierfür an. Gleichzeitig muss der Arbeitnehmer aber auch sicherstellen, dass sich Familienmitglieder oder Besucher keinen Zugriff auf die sensiblen Informationen beschaffen können.

Was sonst noch wichtig ist:

wer selbst im Home Office arbeitet – ob als Beschäftigter oder Freiberufler – benötigt ein hohes Niveau an Selbstorganisation, um produktiv tätig sein zu können und kreative Kräfte freizusetzen. Welche das sein können, beschreiben wir u.a. in diesem Artikel. Das fraglos wichtigste Möbelstück ist der Schreibtisch oder die Arbeitsfläche, schließlich verbringen die meisten Menschen zuhause dort auch ihre Arbeitszeit. Egal ob Designer oder freiberuflicher Autor, der Tisch sollte immer groß genug und in der Höhe verstellbar sein, um jede Arbeit bequem erledigen zu können. Besonders ein Stehpult, auf dem der Bildschirm dann steht, kommt heutzutage gut zur Geltung, um dem Körper und vor allem dem Rücken ein wenig Entspannung zu gönnen. Das Arbeiten von zu Hause aus bietet aber auch Raum, um dem eigenen Biorhythmus gerecht zu werden. So lassen sich Hochs gezielt nutzen, während in Tiefs pausiert wird. Das ist der entscheidende Vorteil, wenn man sich die Arbeitszeit frei einteilen kann. Frühaufsteher sind zum Beispiel am Morgen am produktivsten, während die „Eulen“ unter den Menschen die Lukubration schätzen.

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