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Letzten Freitag hat Nubert seine vierte aktuelle Soundplate vorgestellt, die nuBoxx AS-425 max. Ein Frontsurroundsystem, das sich zwischen dem Stiftung-Warentest-Sieger nuBox AS-225 und der großen nuPro AS-3500 einordnet. Technisch befindet sich die 425er dank ihrer Dolby Digital- und DTS-Dekoder und der intelligenten Steuereinheit deutlich näher an der großen AS-3500. Preislich dagegen in Schlagweite zur AS-225. Was die nuBoxx AS-425 max klanglich zu bieten hat, das haben wir in einem ersten kurzen Test im Nubert-Studio im Duisburg erfahren …

Die neue Soundbar gehört optisch und preislich in die neue nuBoxx-Serie. In Sachen Ausstattung und Performance, spielt sie allerdings eine Klasse höher.

Flexibel und integrativ

Beginnen wir beim optischen Auftritt: Das geradlinige Design der nuBoxx AS-425 max orientiert sich an der nuBoxx-Serie. Dabei ist die Neue mit 12,9 Zentimetern exakt so hoch wie die bewährte AS-225. Mit einer Breite von 960 Millimetern lässt sie sich einfach und integrativ in TV-Schränken oder auf Low- und Sideboards platzieren. Alternativ kann man seinen Fernseher aber auch ganz einfach auf das Soundplate stellen. Das Design ist schnörkellos und eher unprätentiös, deshalb aber noch lange nicht langweilig. Verfügbar ist das neue Sounddeck wahlweise in schwarzem oder weißem Korpus. Eine Ausnahme stellt dabei immer die Schallwand da. Entscheidet man sich für eine schwarze AS-425 max, kommt die Front in dunklem Anthrazit. Davor sitzt dann eine, ebenfalls anthrazitfarbene, magnetisch gehaltene Stoffblende. Bevorzugt man die weiße Variante, ist diese mit einer Schallwand in Eisgrau ausgestattet. Dazu kommt hier dann eine Stoffblende in hellgrauer Ausführung.

Alternativ ist die AS-425 max ab November 2021 auch in weißer Ausführung zu haben (Foto: Nubert).

Cleveres Bedienfeld

Wie die nuBoxx AS-425 max in der Realität bei Ihnen zuhause ausschaut, lässt sich übrigens bereits vor dem Kauf über die nuReality-App herausfinden. Die lässt sich kostenlos aus dem Apple- oder Google Play-Store downloaden. Jetzt aber zur Technik: Die orientiert sich stark an der bereits von uns getesteten nuPro AS-3500. Das Bedienfeld wirkt tatsächlich identisch. Auch in der AS-425 max sitzt es mittig. Rund um den markanten Drehregler sitzen kleine LED-Indikatoren. Über sie lassen die Lautstärke, die variable Loudnessschaltung oder die diversen Betriebsmodi ablesen, auf die ich gleich noch zu sprechen komme. Links nebenan findet sich dann noch eine kleine Auflistung aller Eingänge. Welcher Eingang gerade aktiv ist, das erkennt man an der entsprechend aufleuchtenden LED. Ein Display wird also nicht benötigt. Alternativ zum Drehregler lassen sich alle Einstellungen natürlich auch über die zum Lieferumfang gehörige und sauber strukturierte Fernbedienung vornehmen.

Das displaylose Bedienfeld hat sich bereits in der nuPro AS-3500 etabliert und kommt hier in identischer Form zum Einsatz.

Doppel-Zwei-Wege-System

Das Bedienfeld ist identisch, die Technik unterscheidet sich allerdings schon deutlich zur AS-3500: Das liegt u.a. an der unterschiedlichen Gehäusegeometrie und am Preis. Heisst: Die nuBoxx AS-425 max ist eine leicht abgespeckte AS-3500. Im Detail unterscheidet sie sich in der Chassis-Auswahl und -verteilung. Statt zwei große Basstreiber im Boden einzusetzen, finden sich alle Chassis hier in der Front. In Summe wären das zwei 25 Millimeter durchmessende Hochtöner und gleich vier 11,8 Zentimeter Tiefmitteltöner. Sie sind so aufgeteilt, dass es sich genau genommen um ein Doppel-Zwei-Wege-System in D`Apollito-Anordnung handelt. Eine Aufteilung die sicherstellen soll, dass sich Musik und Filmtöne breit im Raum verteilen. Angetrieben wird das Sextett von einer vier Mal 55 Watt (Musikleistung) leistenden Endstufen-Sektion. Das verspricht genug Kraft, um auch größere Wohnräume mit ordentlich Schalldruck zu füllen. Die ebenfalls an Bord befindliche Softclipping-Funktion verhindert, dass der Sound unter zu hohen Pegeln übermäßig verzerrt.

Durch den leicht versetzten Hochtöner soll die nuBoxx AS-425 max eine breite Klangbühne aufspannen.

Nimmt alles an

Rückseitig gibt es ebenfalls viel zu entdecken: Das wären u.a. ein HDMI eARC-Port. Ist die nuBoxx AS-425 max über diesen Weg mit dem Fernseher verbunden, lässt sie sich in den Grundfunktionen auch über die Fernbedienung des TV-Gerätes befehligen. Ausserdem lassen sich über diesen Weg auch Signale in höherer Bandbreite transportieren. Die Verarbeitung aller eingehenden Daten wird dann von den integrierten Dekodern für Dolby Digital und DTS übernommen, was die Nubert-Bar zu einem echten Heimkino-Produkt macht. Dann gibt es noch je einen optischen und koaxialen Zugang, einen analogen Aux-Eingang und einen Subwoofer-Ausgang. Ist hier beispielsweise ein externer Bassmeister angeschlossen, wird automatische eine Übergangsfrequenz von 80 Hertz eingestellt. Darüber hinaus ist diese Soundbar natürlich auch bluetoothfähig.
Übrigens: Die nuBoxx AS-425 max ist ab sofort für 668 Euro bestellbar und soll ab November 2021 lieferfähig sein. Und: Vorbesteller erhalten eine kostenlose Garantieverlängerung auf fünf Jahre.

Anschlussseitig ist die AS-425 max mit allen nötigen Ein- und Ausgängen ausgestattet.

Viele Möglichkeiten

Den Praxistest beginne ich mit der Bedienung. Zugegeben, nach meinem Test der AS-3500 habe ich schon etwas Übung mit der Fernbedienung und weiß, was die unterschiedlichen LED-Anzeigen bedeuten. Schwer ist das alles aber nun auch wirklich nicht. Drückt man die „tone“-Taste sucht man zunächst raus, was justiert werden soll. Zur Auswahl stehen Loudness, variable Loudness, Bass und Höhen. Mit der „Tone level“-Taste wähle ich dann die für meinen Geschmack optimalen Einstellpunkte. Das funktioniert intuitiv. Über das „wide“-Knöpfchen kann ich dann entscheiden, wie breit das Klangbild sein soll. Zur Auswahl stehen hier drei Varianten. Ein weiteres Highlight ist die Funktion Voice+. Ist sie aktiviert, werden Stimmen leicht aus der umgebenden Klangkulisse herausgehoben. Das ist gerade in der Wiedergabe turbulenter Action-Szenen ein echter Mehrwert! Und ohne Zuviel vorweg zu nehmen: Das funktioniert hier richtig gut. Stimmen werden wesentlich besser hörbar. Die Dialogfokussierung wirkt aber niemals unnatürlich oder seziert.

Die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung liegt gut in der Hand und ist wohlstrukturiert gestaltet.

Breit, breiter, noch breiter

Im ersten Klangtest gibt die Nubert-Soundplate dann gleich richtig Gas. Im Player rotiert „Edge Of Tomorrow“. Ich habe den Film zuvor noch nicht gesehen … und werde es vermutlich auch nicht tun. Klanglich ist dieser Streifen aber ein echtes Brett. Gewählt ist die Szene, in der Bill Cage (Tom Cuise), ausgerüstet mit einem hart bewaffneten Exoskelett, an einem Strand gegen die Aliens kämpft. Zunächst einmal höre ich diese Szene im leicht erweiterten Wide-Modus. Das klingt schon richtig gut, die Klangbühne erstreckt sich nun vor mir in einer Breite von geschätzten drei Metern. Was ebenfalls auffällt: Das Klanggeschehen zieht sich auch in die Tiefe. Drücke ich den „wide“-Button ein weiteres Mal, erstreckt sich der akustische Inhalt des Blockbusters fast von einer Seitenwand zur anderen. Sofort fühle ich mich noch ein wenig tiefer im Geschehen und bin ob der auf dem Bildschirm sichtbaren Handlung total gebannt.

Ein etwa 4,50 Meter breiter Raum: Für die nuBoxx AS-425 max war das im ersten Hörtest keine große Herausforderung.

Flexibler Bass

Das alles funktioniert tatsächlich völlig ohne Einmessung oder eine andere Art der Justage. Man stellt die nuBoxx AS-425 einfach an der gewünschten Stelle auf und probiert einfach mal die bereits beschriebenen Klangmodi durch. Ein kleiner Tipp am Rande: Die Nubert-Bar ist mit rückseitigen Reflexports ausgestattet. Das bedeutet, dass sie ein wenig Abstand zur Wand einfordert. Das ist aber keineswegs ein Nachteil, sondern hilft bei der Findung der idealen Bassperformance. Je näher die 425 der Rückwand kommt, desto intensiver spielt sie im Bass. Das muss nicht immer ein Vorteil sein, denn der Mehrbass kann auch zu einem unwillkommenen Mehr an Gewummer und Dröhnen einher gehen. Spielen Sie deshalb ein wenig mit dem Abstand zur Rückwand. Bereits um wenige Zentimeter verschoben, kann sich ein völlig anderer Klangeindruck einstellen. Selbstverständlich kann man den Bass (und auch Mitten/Höhen) über den bereits erwähnten Equalizer einstellen.

In Sachen Größe und Volumen ist der Unterschied von der AS-425 max (oben) und der AS-3500 (untern) gar nicht so groß. In der Höhe sind beide sogar identisch.

Punchiger Grundton

In der abschließenden Musiksession geben sich dann Yello die Ehre. Als Boris Blank und Fifi Rong performen, geht so richtig die Post ab. Sofort ist der Raum mit Musik gefüllt. Die nuBoxx AS-425 max spielt dabei zwar nicht so tief runter wie ihr größeres Geschwisterchen, bietet aber dennoch eine ordentliche Bassleistung ab. Zu wenig Bass ist das für meinen Geschmack nicht. Wem das nicht reicht, der kann ja noch einen Subwoofer verketten. Richtig interessant, auch ohne externen Sub, wird es jedoch im Grundton. Der puncht so richtig. Das wiederum ermuntert mich zu einer deutlichen Lautstärkeerhöhung. Der Raum wird sofort mit Musik gefüllt, inklusive peitschender Oberbässe. Eine gute Gelegenheit auch mal Voice+ auszuprobieren. Das funktioniert auch hier extrem gut. Fifi Rongs Stimme strahlt nun einen Tick weiter aus der umgebenden Instrumentierung heraus. So wirkt die Musik noch eine Spur realistischer, frischer und irgendwie auch facettenreicher.

Die anthrazitfarbene Schallwand steht im schicken Kontrast zum schwarzen Gehäuse.

Fazit

Im ersten kurzen Hörtest macht die nuBoxx AS-425 max bereits einen richtig guten Eindruck – und das sogar in einer für mich fremden Hörumgebung. Dieses Sounddeck spielt, wie man es von Nubert gewohnt ist: sauber, realistisch und mit ordentlich Leistungsreserven. Hinzu kommen die cleveren Justagemöglichkeiten wie die variable Loudnessschaltung, die Wide-Funktionen und Voice+. Dank Bluetooth wird die nuBoxx AS-425 max dann zum kabellos ansteuerbaren HiFi-System. Hinzu kommen eine solide Verarbeitung, praktische Proportionen, Flexibilität in der Farbe und ein wirklich fairer Preis. Gute Voraussetzungen für einen ausführlichen Praxistest, der in Kürze dann in unseren Hörräumen stattfinden wird.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Roman Maier / Hersteller

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