Home » Home Entertainm. » Gaming-TV: Wichtige Kriterien für maximales Spielvergnügen
2. November 2021WERBUNG | Moderne Smart-TVs sind wahre Tausendsassa, was das mediale Entertainment angeht. Neben dem TV-Genuss und Streaming in gestochen scharfer Full-HD-Qualität bieten die internetfähigen Geräte inzwischen viel mehr und haben inzwischen auch den Gaming-Markt erobert. Immer häufiger werden Smart-TV als Bildschirm für die Konsole oder den Computer genutzt und auch Spieleanwendungen, die direkt über den Internetzugang des Fernsehgerätes abgespielt werden können, etablieren sich immer mehr. Gamer, die ihr Smart-TV gerne als Spielmonitor verwenden möchten, sollten allerdings zunächst die technologischen Voraussetzungen prüfen, die je nach gewünschtem Spielerlebnis erforderlich sind. Hier kann es gravierende Unterschiede geben und nicht jedes Smart-TV eignet sich in der Praxis auch zum Gamen.
Benutzerfreundlichkeit auch ohne vorinstallierte Apps
Ein wichtiges Qualitätskriterium ist plattformübergreifende Benutzerfreundlichkeit. Das bedeutet, dass die Benutzeroberfläche des Gerätes mit möglichst vielen Anwendungen kompatibel ist. Meist verfügt ein Smart-TV über vorinstallierte Apps, die im Hinblick auf die Usability optimal auf das Gerät, sein Betriebssystem und seine Eingabe- und Verarbeitungsmöglichkeiten abgestimmt sind. Hierzu zählen auch Native Apps für Streamingdienste wie Amazon Prime oder Netflix, oder auch Social Media Anwendungen. Soll der Smart-TV auch zum Gamen genutzt werden, dürfen nicht nur vorinstallierte Anwendungen benutzerfreundlich performen. Auch Schnittstellen zu anderen Diensten und Anwendungen müssen komfortabel gestaltet sind.

Bei der Bildwiederholungsrate gehen moderne Smart-TV häufig sogar über das hinaus, was beispielsweise Spielekonsolen benötigen (Foto: pixabay.com/JESHOOTS-com).
Unabhängige Anwendungen
Die Königsdisziplin im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit sind unabhängige Anwendungen, wie einzelne Spiele, die über App-Shops, Streaming-Plattformen oder direkt über den Browser genutzt werden. Hier sollte ein Gaming-TV eine einfache Suche im Internet oder in App Stores und auf Plattformen ermöglichen und nicht zuletzt auch Anwendungen unterstützen, die ganz ohne Vorinstallation oder Registrierung spielbar sind. Möchte ein Spieler beispielsweise online ein Casino ohne Konto über sein Smart TV nutzen, sollte das Gerät sowohl die Internetsuche nach dem passenden Anbieter unterstützen als auch eine sichere und komfortable Benutzeroberfläche über den eigenen Browser ermöglichen. Je vielseitiger ein Smart-TV im Hinblick auf die unterstützten Anwendungen ist, desto besser eignet sich das Gerät auch als Gaming-TV.
Das Input-Lag als Bottleneck
Eingefleischte Gamer wissen, wie wichtig eine schnelle Reaktionszeit für den Erfolg im Spiel ist. Zu den wichtigsten Qualitätskriterien für ein Gaming-TV gehört deshalb das so genannte Input-Lag. Damit ist die Verzögerungszeit gemeint, mit der Eingaben auf den Bildschirm übertragen werden. Vor allem bei schnellen Spielen wie Shootern können schnelle Reaktionszeiten die Spielqualität stark beeinflussen. Das Input-Lag wird meist in Relation zur Hand-Auge-Koordination des Spielers gesehen. Bei den meisten Menschen liegt die Reaktionszeit zwischen einem visuell aufgenommenen Reiz und der Umsetzung einer korrelierenden Handlung bei durchschnittlich 200 bis 300 Millisekunden. Wird nun die Übertragung der getätigten Eingabe auf den Bildschirm durch eine technologisch ungenügende Hardware verzögert, kann der Vorteil aus einer guten Hand-Auge-Koordination negiert werden.
Latenzunterschied
Normvorgaben für das Input-Lag gibt es bislang nicht. Experten haben durch umfangreiche Tests allerdings festgestellt, dass ein Latenzunterschied ab 5 Millisekunden spürbar wird. Gute Gaming-Monitore sollten ein Input-Lag von 15 Millisekunden nicht überschreiten. Beim Smart-TV liegen die Latenzzeiten häufig darüber. Zwischen 40 und 100 Millisekunden sind üblich. Der Grund dafür ist nach Angaben des Internetportals PC-Magazin die komplexe Bildverarbeitung im Smart-TV:
„Gute TV-Geräte speichern ein bis vier Bilder eines Films zwischen, um Bewegungen von Objekten zu analysieren und diese durch Zwischenbilder zu glätten. Ruckler und Flimmern gibt es dann nicht mehr, jedoch kommt das Bild später an.“
(Quelle: https://www.pc-magazin.de)
Da die Entwickler moderner Smart-TV inzwischen erkannt haben, dass ihre Geräte auch für den Gaming-Markt immer interessanter werden, könnten technologische Anpassungen in Zukunft das Input-Lag verringern. Hochwertige Gaming-TV bieten heute bereits ein Input-Lag von maximal 30 Millisekunden. Ein nützliches Feature kann Implementierung eines Gaming-Modus sein, die einige Hersteller bereits umgesetzt haben.
Die Reaktionszeit
Unter der Reaktionszeit ist die Zeit zu verstehen, die die Bildschirmpixel benötigen, um eine Veränderung abzubilden. Die Reaktionszeit ist also maßgeblich für die Bildbewegung zuständig. Ist sie besonders hoch, werden Bildwechsel nicht sauber angezeigt und es entstehen durch die Verzögerung zum Beispiel Schlieren. Um die Reaktionszeit eines Bildschirmes zu messen, werden zwei unterschiedliche Verfahren angewendet:
1. Die black-white time (BWT)
Hierbei wird die Zeit gemessen, die ein Pixel benötigt, um von Dunkel zu Hell und wieder zu Dunkel zu wechseln, was in der Bildwiedergabe als Schwarz und Weiß dargestellt wird.
2. Die Grey-to-Grey Zeit (GTG)
Bei diesem Verfahren wird die Zeit gemessen, in der ein Pixel von einem helleren zu einem dunkleren Grau und wieder zurück wechseln kann.
Damit ein störungsfreier Bildfluss gewährleistet ist, sollte die Reaktionszeit möglichst unter 10 Millisekunden liegen. Hochwertige Smart-TV, insbesondere Gaming-TV haben eine Reaktionszeit, die zwischen 2 und 5 Millisekunden liegt.
Mit der Bildwiederholungsrate zur perfekten Grafik
Bei der Bildwiederholungsrate gehen moderne Smart-TV häufig sogar über das hinaus, was beispielsweise Spielekonsolen benötigen. Die wohl verbreitetsten Spielekonsolen, die Xbox von Microsoft und die Playstation von Sony, liefern eine gleichbleibende Bildwiederholungsrate, unabhängig von dem Ausgabegerät, an das sie angeschlossen sind. Die Frequenz liegt im Bereich von 30 bis 60 Frames per Second. Hochwertige Smart-TV erreichen Wert von 100 bis 200 Frames per Second. Diese Leistung wird zumindest von den aktuellen Spielekonsolen nicht ausgeschöpft. Ein kleines Plus an Leistung kann durch den Gaming-Mode erreicht werden. Hierbei lassen einige Geräte die Bildverdopplung weg. Dadurch kann für das Auge der Eindruck entstehen, dass die Bildfolge schneller abläuft.
Der Gaming-Mode als Optimierungshilfe
Ein absolutes Must-Have für Gaming-TV sind unterschiedliche Modi. Solche, mit denen sich die Performance anpassen lässt. Experten empfehlen Gamern, beim Kauf darauf zu achten, dass das Gerät über einen speziellen Gaming-Mode verfügt. Mit diesem Modus können auch schnelle Spiele störungsfrei wiedergegeben werden. Im Gaming-Mode verzichtet das Gerät zum Beispiel auf Zwischenbilder. Ausserdem auch auf die Nachbearbeitung der Bilder und auf die Verdopplung der Bildwiedergabe. So lässt sich das Input-Lag verringern und es entsteht der Eindruck einer schnelleren Bildfolge. Grundsätzlich ist im Gaming-Mode aufgrund der geringeren Nachbearbeitung mit einer schlechteren Bildqualität zu rechnen. Wer beim Kauf allerdings auf ein Gerät mit mindestens 4K Bildauflösung setzt, wird auch langfristig mit einer hochwertigen Grafik belohnt.
Windows 10
Auch Windows hat inzwischen einen Game-Mode implementiert. Seit Windows 10 können Gamer ihre Spieleinstellungen durch die Wahl dieses Modus verbessern. Die Aufwertung der Systemleistung umfasst drei grundlegende Schritte:
Erhöhung der GPU- und CPU-Priorität, um deren Performance zu verbessern.
Verhinderung von ungewollten Updates während Spielphasen.
Erhöhung und Stabilisierung der Bildfrequenz oder Bildrate (FPS).
(Quelle: https://praxistipps.chip.de)
Mit der Implementierung des Gaming-Modus hat Microsoft auf die wachsenden Anforderungen reagiert, die der Gaming-Markt an moderne Endgeräte stellt. Der Gaming-Mode kann einzelne kleine Schwächen in der Performance ausgleichen. Wer regelmäßig auch komplexe Spiele nutzen möchte, ist trotzdem mit einem speziellen Gaming-PC gut beraten, der insgesamt mit der erforderlichen High-End-Hardware ausgestattet ist.
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