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Wer audiophile Erlebnisse ohne viel Platzbedarf möchte, war lange Zeit aufgeschmissen. Lindemann bietet mit der Musicbook Serie die Lösung. Die hochwertige Vor-End-Kombi will Flexibilität, technischen Anspruch und natürlich ausgezeichneten Klang bieten. Wir haben uns genauer in der musikalischen Bücherei des deutschen Herstellers umgesehen.

Dank hochwertiger Verarbeitung und schönem Design machen die beiden Musicbook: Komponenten sowohl im HiFi-Rack, als auch im Lifestyle Einssatz eine gute Figur.

Kompaktsysteme sind für viele ein gewisser Kompromiss. Durch die verringerte Gerätegröße wird der Funktionsumfang oft eingeschränkt. Kleinere Geräte verbinden viele Kunden außerdem oft mit einem kleineren Preis. Hersteller die diesem Gedanken Folge leisten wollen, müssen dementsprechend an der verbauten Technik, oder der Verarbeitungsqualität sparen. So sind hochwertige Kompaktsysteme aus dem Premium Bereich eher selten anzutreffen. Ich persönlich bin hingegen großer Fan gut gemachter Komponenten, die nur wenig Platz benötigen. Gerade im Streamingsektor sind die Abmessungen kein Indikator mehr für die Qualität eines Gerätes. Auch bei der deutschen Audiomanufaktur Lindemann scheint man meiner Meinung zu sein. Hier kennt man sich mit anspruchsvollen Kompaktsystemen aus. Neben der ausgezeichneten Limetree Serie, sind es besonders die Musicbook Komponenten, die High End Ansprüche und Performance bei reduzierter Gerätegröße bieten sollen. Wir haben die Flaggschiffmodelle des Herstellers genauer unter die Lupe genommen.

Gelungener Auftritt

Der Name Musicbook kommt nicht von irgendwo. Mit ihren Abmessungen und der Formgebung, erinnern die beiden Geräte tatsächlich ein wenig an flach liegende Bücher. Je 28 Zentimeter breit, 22 Zentimeter tief und etwa sechs Zentimeter hoch, sind selbst beide Komponenten zusammen genommen noch immer leicht unterzubekommen. Dabei ist es beinahe egal, ob man sie neben- oder übereinander anordnet. Benötigt werden sie aber beide, denn die Musicbook Systeme sind als Vor-End-Kombi konzipiert. Während die Endstufe Musicbook: Power II die Lautsprecher antreibt, kümmert sich das Musicbook: Source II um alles andere, was eine moderne Anlage benötigt. Dementsprechend ergeben sich leichte Unterschiede im Design, die aber vom eleganten, homogenen Look des Sets nicht ablenken. Bei beiden wird eine schwarze Glasfront von einem silbernen Aluminiumgehäuse eingerahmt. Ebene Flächen dominieren, während einige gerundete Kanten einem zu kastenförmigen Design entgegenwirken.

Dank schraubenlosem Design und sachte gerundeter Formgebung, wirken Streaming-Vorstufe und Endstufe, wie aus einem Guss.

Nahbar

Bei beiden Geräten fällt sofort die ausgezeichnete Verarbeitungsqualität auf, die zu einer tollen Haptik führt. Die Materialstärken sind üppig, die Spaltmaße nicht zu erkennen, und alles wirkt wie aus einem Guss. Einzig der Standby-Knopf in der Oberseite des Musicbook: Source könnte vielleicht noch etwas tiefer sitzen, doch das ist nicht weiter von Bedeutung. Häufiger wird hier wohl der flache Drehregler genutzt werden, der minimal nach vorne herausstehend, auf der Oberseite eingelassen ist. Durch Drehen und Drücken lassen sich Lautstärke oder Quelle ändern und dank des festen Sitzes und angenehmen Wiederstandes, kann man sich hier an jedem Handgriff erfreuen. Die Endstufe kommt hingegen ohne sichtbare Bedienelemente aus. Drei kleine Status-LEDs reichen hier als Schnittstelle zwischen Gerät und Nutzer, während das Musicbook: Source seine Informationen mit einem kontrastreichen OLED-Display weitergibt. Dank großer Symbole und Buchstaben ist die Anzeige stets perfekt ablesbar, selbst wenn man sich praktisch neben dem Gerät befindet.

Vielseitig

Die Rückseite des Musicbook: Source zeigt dann, dass kompakt nicht schlecht ausgestattet bedeuten muss. Hier findet sich eine Vielzahl von analogen und digitalen Anschlüssen, für die Verbindung zu weiteren Quellgeräten. Vinyl-Fans werden sich dabei über das integrierte Phono-Modul freien, das hinter einem der drei Cinch-Anschlüsse sitzt. Dabei basiert der MM-Vorverstärker auf der gleichen Schaltung, die auch im beliebten Limetree Phono ihren Dienst tut. Ein optischer und ein koaxialer S/PDIF-Eingang ermöglichen dann den Anschluss von CD-Transports oder Smart-TVs, während der USB-A-Port dem Anschluss eines externen Laufwerks oder dem Auslesen von Massenspeichern dient. Für unseren Test bekamen wird sogar das Musicbook: Source.CD II zur Verfügung gestellt, das bereits über ein internes Slot-In-Laufwerk verfügt. Für Plattensammler sicher die elegantere Lösung, während Gelegenheitshörer auch ohne das optionale Extra auskommen. Für viele heute von größerer Bedeutung ist da wohl die Bluetooth-Schnittstelle, die allerdings leider kein aptX bietet.

Durch die Integration eines Phono-Moduls können auch Vinylfans ihre Anlage schlank halten. Dank der variablen Analogausgänge kann das Musicbook: Source außerdem gut mit Akitvlautsprechern kombiniert werden.

Lindemann Musicbook: Source II & Power II– Stilvolles HiRes-Streaming mit Kraft

Doch wie der Name schon verrät handelt es sich beim Musicbook: Source II selbst um eine Quelle. Ein integrierter Streamer bietet Zugriff auf freigegebene Musikspeicher im gleichen Netzwerk. Dabei unterstützt das System verschiedene Formate, von MP3 und FLAC bis hin zu DSD. Dazu sind auch eine Reihe von Online-Services verwendbar. Neben Podcasts und Internetradio von Airable bietet Lindemann hier außerdem Zugriff auf Qobuz, Tidal, Deezer und Highresaudio, ebenso wie Spotify Connect. Beinahe ungewöhnlich für ein modernes Kompaktsystem ist die Tatsache, dass das Musicbook sowohl WLAN, als auch die kabelgebundene Netzwerkverbindung ermöglicht. Andernorts wird da oft aus Platz- oder Kostengründen auf eine der beiden Schnittstellen verzichtet. Das Musicbook: Power II kommt mit der Funktionsvielfalt des Source natürlich nicht ganz mit, doch auch die Endstufe hält einige interessante Überraschungen parat.

Wandelbarer Kraftprotz

Verbunden werden Musicbook: Source und Power mit einem symmetrischen Kabel. Zwar besitzt das Quellgerät sowohl einen Cinch- als auch einen XLR-Ausgang, doch die Endstufe beschränkt sich auf eine einzige Übertragungsart. Für den Anschluss der Lautsprecher befinden sich auf der Rückseite dann ein Paar Ausgänge für Laborholstecker mit 4 Millimetern Durchmesser. Diese sind, zugegebener Maßen, weniger elegant als große Terminals, helfen aber dabei die Abmessungen gering zu halten. Auch mit recht schweren Kabeln bestückt, blieb hier alles an Ort und Stelle. So weit ist das Musicbook: Power also anderen Endstufen sehr ähnlich. Besonders ist aber, dass man die Endstufe sowohl für den Stereo- als auch für den Mono-Betrieb nutzen kann. Mit einem kleinen Schieberegler lässt sich der Modus wechseln, so dass die Ausgänge für Bi-Amping verwendet werden können. Dabei wird der linke Lautsprecheranschluss für den Antrieb von Höhen- und Mitten-Sektion verwendet, während der rechte die Basschassis bewegt.

Mit einem kleinen Hebel lässt sich das Musicbook-Power für den Bi-Amping Betrieb umschalten. Zur Anpassung des Bass-Levels dient dann ein kleiner Drehregler neben den XLR-Buchsen.

Green Energy

Für eine noch bessere Abstimmung auf die verwendeten Lautsprecher, lässt sich beim Bi-Amping außerdem der Tieftonpegel anpassen. Ein kleiner Drehregler neben den XLR-Buchsen erlaubt eine Anhebung um drei, oder ein Absenken um sechs Dezibel. Wie viel Leistung letztendlich an den Ausgängen anliegt, ist dabei abhängig vom gewählten Modell des Musicbook: Power II. Lindemann bietet sowohl das 500er Modell mit 2 x 250 Watt, oder die von uns getestete 1000er Variante mit 2 x 500 Watt bei vier Ohm an. Jede Menge Power in einem kleinen Paket, mit dem sich Lautsprecher praktisch jeder Art und Größe betreiben lassen. Trotz dieser Leistungswerte soll das Musicbook: Power 1000 II kein erbarmungsloser Stromfresser sein. Dank dem hohem Wirkungsgrad der aufwändig konstruierten Class D-Schaltung, wird im Normalbetrieb recht wenig Strom benötigt. Mit der Ein- und Abschaltautomatik der Endstufe wird dann zusätzlich Energie eingespart.

Flink vernetzt

Sind Quellgerät und Endstufe mit einander verbunden, fehlt noch die Netzwerkeinrichtung. Bei Kabeln reicht das einstecken, während per WPS auch WLAN in wenigen Momenten vorbereitet ist. Manuell kann dies aber auch in der kostenlosen Lindemann App geschehen, die für die Bedienung des Musicbook: Source genutzt wird. Neben der Kontrolle des Streamers lassen sich hier auch alle anderen Funktionen des Gerätes bedienen. Dazu gehören beispielsweise die Quellenwahl, die Einstellung der Displayhelligkeit, oder die Arbeitsweise des Digital-Analog-Wandlers. Auch die Streamingdienste sind in das Bedienprogramm eingebunden. Sollte man mehrere Lindemann Geräte besitzen, können diese hier sogar zu einem Multiroom-System zusammengefügt werden. Alternativ zur Bedienung mit der App, kann aber auch das Musikprogramm Roon genutzt werden. Mir reicht aber die Eingabe der WLAN-Zugangsdaten und die Kopplung meines Qobuz Accounts, um die kompakte Kombi in wenigen Minuten einsatzbereit zu machen.

Der Schlitz für das optische Laufwerk des Musicbook: Source.CD ist, beinahe unsichtbar, in die Front eingelassen. Headfiler können sich außerdem über einen Kopfhörerverstärker mit Class-A-Schaltung freuen.

Digitale Feinkostabteilung

Zunächst landet das Smartphone aber noch mal in der Tasche, denn ich füttere das CD-Laufwerk des Musicbook: Source mit dem Ärzte Unplugged-Album „Rock ’n‘ Roll Realschule“. Sofort macht sich der transparente und offene Klangcharakter der Kombi bemerkbar. Die akustischen Instrumente der Band und des begleitenden Hamburger Schulorchesters, schallen angenehm direkt und differenziert aus den angeschlossenen Standlautsprechern. Der herrlich dunkle Hintergrund hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. Um diesen Sound zu erreichen betreibt Lindemann einen hohen technischen Aufwand. So arbeiten, statt einem, gleich zwei hochwertige DAC-Chips vom AKM an der Wandlung der Signale. Einer für jeden Kanal und mit Unterstützung für PCM-Signale bis 384 Kilohertz und DSD256. Getaktet werden diese von einer Clock, die auf 500 Femtosekunden genau arbeitet. In Kombination mit der aufwändigen Stromversorgung werden Störgeräusche und Rauschen im Signal bestmöglich unterdrückt.

Wandeln nach Wunsch

Damit ist es bei der Digitalsektion aber noch nicht genug des Zaubers. Lindemann überlässt dem Nutzer nämlich die Wahl der Arbeitsweise der Wandlersektion. Im Gerätemenü lässt sich zwischen der „normalen“ PCM-Verarbeitung und dem DSD-Resampling auswählen. Dabei werden alle laufenden Signale auf einen Bitstream mit der 256-fachen CD-Qualität hochgerechnet. Zwar kann man damit keine Informationen hinzuerfinden, doch durch das Resampling können Störeinflüsse weiter minimiert werden. Nach dem Umschalten in den DSD-Modus belohnte das Musicbook: Source meine Einstellung mit einem noch etwas transparenterem, dynamischeren Klang. Die Wiedergabe scheint an Präsenz hinzuzugewinnen. Das passt wunderbar zum fein aufgelösten Harfenspiel und den dynamischen Gitarrenanschlägen bei „Ignorama“. Dazu ist die gute Ortung perfekt für den Konzertmitschnitt. Das hin und her zwischen Schulchor auf der linken und Blechbläsern auf der rechten Seite der Bühne, schafft ein ausgezeichnetes Raumgefühl.

MIt den üppigen Leistungsreserven der Endstufe lassen sich auch große Standlautsprecher betreiben. Dabei behält der Verstärker stets die Kontrolle über die Chassis.

Kontrollfreak

Nach der CD geht es mit Streaming weiter, also geht der Griff zum Smartphone und der Lindemann App. Während ich die EP „The Last of US Part II – Covers and Rarities“ über Qobuz aufrufe, schaue ich mich hier schon mal nach weiterer Musik um. Schnell fällt dabei auf, wie eingängig sich die Bedienung des Musicbook gestaltet. Die App ist aufgeräumt und dennoch ansprechend gestaltet. Das Hauptbildschirm listet alle Zuspielmöglichkeiten auf und ab der zweiten Menüebene findet man mit einem Home Button oben rechts immer schnell hierhin zurück. Die laufende Musik bleibt am unteren Bildschirmrand eingeblendet und ist damit immer in Reichweite. Im Wiedergabebildschirm lässt sich mit einem Wischen in die Warteschlange wechseln. Einzig die Fingererkennung bei Lautstärkeregelung könnte vielleicht noch einen Ticken großzügiger ausfallen. Dafür brilliert die App mit ihrer Reaktionsgeschwindigkeit. Nach dem Öffnen ist sie blitzschnell wieder verbunden und auch alle Eingaben werden zügig umgesetzt.

Sound wie im Lehrbuch

Wer noch nie mit einer Streaming-App Kontakt hatte, findet hier einen exzellenten Einstieg. Schnell erfassbar, angemessen Umfangreich und ansehnlich designt, folgt sie dem hohen Anspruch der Geräte selbst. Die überzeugen mich derweil weiter mit ihrem tollen Klang. Ashley Johnsons Gesang bei ihrer Version von „True Faith“ bietet Volumen und Charisma. Hier und da ist dabei selbst das leichte Zittern in der Stimme während der emotionalen Tracks der EP zu erkennen. Vor einem immens dunklen Hintergrund setzt sich die akustische Gitarre mit schöner Körperhaftigkeit ab. Völlig ohne Schärfe, mit toller Plastizität und herrlicher Natürlichkeit, spielt die Musicbook Kombi hier auf absolutem Top-Niveau. Keine Spur vom „digitalen“ Sound vieler Kompaktsysteme. Quelle und Endstufe arbeiten tonal neutral und wirken so wunderbar reell und musikalisch. Nichts scheint hier zwischen Anlage und Hörer zu stehen. Fantastisch.

Mit ihrem übersichtlich gestalteten Interface bietet die Lindemann App selbst Streaming-Anfängern einen leichten Einstieg. Darüber hinaus punktet das Programm mit zügiger Reaktionsgeschwindigkeit.

Bibliothek der schönen Töne

Weiter geht es mit einem jahreszeitlich angemessenen Ausflug in die Klassik. Bei Bachs Weihnachts-Oratorium schaffen die Musicbooks ein wenig Adventsstimmung. Erneut leisten die beiden ganze Arbeit. Die Bühne scheint unheimlich tief in den Raum zu ragen. Chöre bauen sich groß vor sanftem Orgelspiel auf. Die Flöten wirken leicht und luftig, während gerade die Solisten herrlich direkt und gefühlvoll wiedergegeben werden. Dank der tollen Transparenz lässt sich dabei jedes der vielen Details aufnehmen. Der Wechsel hin zu flinkem Jazz bereitet ebenfalls keinerlei Probleme. Akkurat und satt schiebt die Endstufe hier den flink gezupften Bass in den Raum. Beschwingt und mit natürlichem Timbre nimmt die Aufnahme mich schnell mit. Die Reise durch die Genres gelingt ohne große Mühe und Source II und Power II wirken stets unaufgeregt. Doch vollends überzeugen mich Geräte immer erst, wenn sie bei meinen persönlich geliebten Alben die richtigen Töne treffen.

Leichtes Spiel

Zum Abschluss landet also der CD-Rip von „Songs for the Deaf“ in der Playlist. Aus dem Hintergrund schallt kräftiger, körperhafter Bass in den Raum, während Dave Grohls Drums mit krachender Dynamik ihr Ziel treffen. Angetrieben von Dean Weens griffigen Gitarrenriffs setzt Josh Homme zu den ersten Zeilen von „No One Knows“ an. Von Beginn an wirkt der Queens of the Stone Age Track herrlich frei, offen und unbeschwert. Die Instrumente haben Körper, die Endstufe liefert den nötigen Druck und behält vollends die Kontrolle über die Chassis der Lautsprecher. Hier gibt es den vollen Punch, die Details und die Fülle, die die Songs benötigen, ohne ein einziges Gramm zu viel. Die Mühelosigkeit, mit der den Musicbooks dieses Spektakel gelingt, lässt mich beinahe ein wenig fassungslos zurück. Über das ganze Album wirkt das Spiel herrlich lebendig. Die Percussions strotzen vor Kraft, ohne bedrohlich zu dominieren.

Die schlanke Fernbedienung ist eine tolle Ergänzung zur Bedienung mit der App. Funktionen wie das Skippen von Tracks sind damit auch beim Streaming nutzbar.

Wiederentdeckung

Mehrfach greife ich zur Fernbedienung, in der Hoffnung durch Erhöhen des Schalldrucks noch mehr aufnehmen zu können. Die analoge Lautstärkeregelung des Musicbook: Source und die Kraft des herrlich unaufgeregten Musicbook: Power harmonieren ausgezeichnet miteinander. Durch die gute Kontrolle ist das Timing dabei stets auf den Punkt. Selbst als das Album mit dem Titel „Song for the Deaf“ seinem Ende entgegengeht, überrascht die Kombi noch immer mit ihrem scheinbar gnadenlosen Antrieb. Während die sanft groovende Bassline das Fundament legt, werden die kurzen Gitarrenriffs immer wieder kräftig in den Raum geschleudert. Begleitet von den Drums, die mit viel Dynamik zusätzliche Akzente setzen. Ich habe das Album schon unendlich oft gehört, doch so befreit, konsequent und überzeugend klingend, kommt es mir vor, als wäre es mein erstes Mal.

Fazit

Musicbook: Source II und Power II sind eine Klasse für sich. Lindemanns kompakte High End Systeme bedienen höchste Ansprüche, egal ob bei Technik, Design oder Verarbeitung. Der Streaming-Vorverstärker und die Endstufe bieten große Vielseitigkeit und jede Menge Kraft auf kleinstem Raum. Damit alleine sind die beiden schon eine Empfehlung wert. Doch gerade mit ihrem ausgezeichneten Klang stellen die beiden die meisten anderen Kompaktsysteme vollends in den Schatten. Derartige Definition, Dynamik und Musikalität, mit solch einer Mühelosigkeit dargeboten, sind ein atemberaubendes Erlebnis, das auf ganzer Linie begeistert.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Editor's Choice
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

100 of 100

99 of 100

98 of 100

Technische Daten

Modell:Lindemann Musicbook: Source.CD II & Musicbook: Power 1000 II
Produktkategorie:Streaming-Vorverstärker & Endstufe
Preis:Musicbook: Source.CD II: 3.890 Euro (ohne CD: 3.590 Euro)
Musicbook: Power 1000 II: 3.590 Euro (Power 500 II: 2690 Euro)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Silber
Vertrieb:Lindemann Audiotechnik, Wörthsee
08153 9533390
www.lindemann-audio.de
Abmessungen (H x B x T):Source II: 63 x 280 x 220 mm
Power II: 63 x 280 x 220 mm
Gewicht:Source II: 2,6 kg
Power II: 3,4 kg
Eingänge Musicbook: Source II:1 x Ethernet
1 x Toslink optisch
1 x S/PDIF koaxial
1 x USB-A
3 x Cinch Stereo (davon 1 x Phono MM)
1 x CD (nur Source.CD)
- WLAN
- Bluetooth
Ausgänge Musicbook: Source II:1 x XLR Stereo
1 x Cinch Stereo
1 x 6,3 mm Kopfhörerausgang
Eingänge Musicbook: Power II:1 x XLR Stereo
Ausgänge Musicbook: Power II:1 x Lautsprecher Stereo
Leistung:2 x 500 Watt /4 Ohm (nur Power 1000, Herstellerangabe)
Unterstützte Formate:MP3, AAC, OGG; WMA, ALAC, FLAC, AIFF, WAV, DSD
Unterstützte Abtastraten:PCM: bis 384 kHz, 24 Bit
DSD: bis DSD256, 11,2 MHz, 1 Bit
Streaming:- Lindemann App
- UPnP
- Roon ready
- Spotify Connect
- Tidal Connect
- Bluetooth
Lieferumfang:1 x Musicbook: Source.CD II
1 x Fernbedienung (inkl. Batterie)
1 x Netzkabel
2 x Antenne Bluetooth/ WLAN
1 x Ethernetkabel
1x Bedienungsanleitung

1 x Musicbook: Power 1000 II
1 x Netzkabel
1 x Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ ausgezeichnete Verarbeitungsqualität
+ elegantes Design
+ integriertes Phono-Modul
+ gut ablesbares Display
+ effektives DSD-Resapling
+ analoge Laustärkeregelung
+ eingängig bedienbare App
+ reaktionsschneller Streamer
+ Endstufe für Stereo- und Mono-Betrieb
+ leistungsstarker Verstärker
+ exzellente Musikalität
+ tolle Dynamik
+ offener, direkter, transparenter Klang
+ ausgezeichnete Kontrolle
+ angenehmes Timbre
+ schöne Detailwiedergabe und Auflösung

- Bluetooth ohne aptX
- kein HDMI
Benotung:
Gesamtnote:Editor's Choice
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut
Getestet mit:- Innuos ZenMini Mk. 3
- Mission QX-3 Mk II
- AudioNec Evo 2
- IsoTek Evo3 Polaris
- Viablue SC-6 Air
- Viablue NF-S6 Air XLR
- Sony Xperia XZ3
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