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Wer die Anschaffung einer HiFi-Anlage oder neuen Komponente plant und das Thema Kabel nicht mit betrachtet, macht einen Fehler – das ist zumindest meine Meinung zu dem Thema. Viablue hat mit dem X-40 ein Stromkabel im Programm, das preislich ambitioniert ist, aber vielversprechend aussieht. Wie es mit der Performance aussieht, klären wir in unserem Praxistest.

Das X-40 ist eine opulente Erscheinung. Der anspruchsvolle HiFi-Enthusiast wird diese Optik zu schätzen wissen.

Ich weiß, es gibt viele HiFi-Begeisterte, denen die Stromleitung nicht so wichtig ist. Warum sollen auch ausgerechnet die letzten 1-2 Meter einer Kabelstrecke noch einen merklichen Effekt haben? Immerhin durchfließt der Strom bis dahin bereits ordinäre Kabel. Und jetzt soll spezialisierte elektrische Leitung auf dem kurzen Stück bis zum HiFi-Gerät Verbesserungen bringen? Meine eigenen Erfahrungen haben mir durchaus gezeigt, dass da etwas dahinterstecken muss. Selbst bei Streamern mit vermeintlich stabilen und gewissenhaft entwickelten Netzteilen konnte ich immer wieder nur staunen, wie stark manch ein Kandidat auf die Qualität des verwendeten Netzkabels reagierte. Von günstigen Komponenten mit einem eher zweckmäßig gestalteten Netzteil will ich gar nicht sprechen. Nicht vergessen: Das Audiosignal besteht bis kurz vor der Lautsprechermembran aus dem Strom, der aus der Steckdose kommt. Und wenn der keine idealen Bedingungen hat und sich an vielen Stellen Störungen einfangen kann, dann klingt’s auch nicht so gut.

Schmutziger Strom

Der 230-Volt-Sinus aus unseren Steckdosen ist theoretisch eine feine Sache – in der Praxis befindet sich jedoch jede Menge Klirr auf der Leitung. Ein Teil davon wird sich auf der langen Übertragungsstrecke bis zum Haus hin eingefangen. Wenn früher in Duisburg Ruhrort die Öfen angingen, konnten wir schon einen Klirr von bis zu 15 Prozent auf dem Stromnetz messen. Das kriegt man leider auch mit einem guten Kabel kaum weg – dafür braucht man einen Stromfilter oder Regenerator. Doch es treiben noch viele weitere Quellen von elektromagnetischem Ungemach ihr Unwesen, die von einer Leitung wie dem Viablue X-40 durchaus im Keim erstickt werden können. Heutzutage, mit stetig zunehmenden Störungen durch äußere Einflüsse, ist eine gewissenhafte Schirmung wichtiger denn je. WLAN-Netze, Mobilfunknetze, Smartphones und Notebooks – alles funkt wild herum und beeinflusst die elektrischen Schaltkreise von Elektronikkomponenten in einem Maße, das vor 20 Jahren noch nicht denkbar war.

Genau hier fühlt sich das X-40 wohl: An einem ordentlichen Verstärker wirkt der Stecker vertrauenerweckend.

Aufbau

Die eben genannten Einflüsse waren wohl auch Motivation für Viablue, das Bekämpfen dieser immer mehr und stärker werdenden „Störungen aus der Luft“ verstärkt anzugehen und in die Entwicklung ihrer Stromleitungen einfließen zu lassen. Das Team aus Malsch hat über 20 Jahre Erfahrung und weiß genau, wo man ansetzen muss. Klar, Querschnitt ist auch wichtig. Gerade, wenn es sich um einen potenten Verstärker oder AV-Receiver handelt, für den das X-40 die Zuleitung stellen soll. Die 3 x 4,0 Quadratmillimeter des X-40 sind dazu mehr als ausreichend, um auch mal höhere Stromflüsse zu verdauen. Drei solche Litzen kommen hier zum Einsatz. Die beiden “stromführenden” Leiter sind obendrein versilbert, der Schutzleiter verzinnt. Die heute so wichtige Schirmung ist gleich doppelt vorhanden. Für den (relativ) niederfrequenten Störbereich ist die alubedampfte Kunststofffolie effektiv, darüber kümmert sich ein Geflechtschlauch um die höheren Frequenzen – beides zusammen sollte sehr effektiv arbeiten.

Die letzten Zentimeter der Leitung kommen ohne Schutzschlauch aus. Das ist aber gut so, denn so lässt es sich direkt am Gerät besser drehen und biegen, um die Verbindung einfacher herstellen zu können.

Ansehnlich geschützt

Ein Ferritfilter, der im Splitter der Leitung sitzt, bekämpft hochfrequente Störungen ebenfalls. Er sitzt direkt an der Stelle, an der der Cobra-Geflechtschlauch aufhört, bevor die letzten Zentimeter der eigentlichen Leitung freilegt werden und zum Stecker führen. Diese letzten paar Zentimeter habe ich auch wohlwollend zur Kenntnis genommen, da das Viablue X-40 schon ein recht steifes Konstrukt darstellt und durch den „freien Teil“ der Leitung das Verkabeln der Komponenten weitaus leichter fällt. Besagter „Cobra“-Geflechtschlauch schützt das Kabel weniger vor elektrischen als vor physikalischen Störungen, damit die stromführenden Leitungen keinen Schaden nehmen. Er sorgt, wie bereits erwähnt, dafür, dass das Viablue X-40 insgesamt steifer wird und sich nicht mehr so gut winden lässt, aber er bietet dadurch einen effektiven Schutz vor „Abknicken“. Außerdem wertet er die Leitung zweifelsohne optisch auf. Wer es etwas dezenter mag, kann das Viablue X-40 aber auch mit einem gänzlich schwarzen Schutzschlauch erwerben.

Wer das Tuning und die Optik seiner Anlage auf die Spitze treiben möchte, setzt gern Viablues Rocket Cable Lifter ein.

Viablue X-40 – Kontakte par excellence

Aufbau, Querschnitt, Trittschutz – das ist alles wichtig. Doch all das wird geschmäht, wenn durch schlechte Kontaktierung trotzdem ein zu großer Spannungsabfall über der Leitung zu verzeichnen ist. In diesem Fall gebe ich Entwarnung: Die verwendeten, T6s genannten Stecker sind klasse. Die Kontakte sowohl des Steckers als auch der Buchse sind 24-Karat-vergoldet, was sauberen Kontaktschluss an jeder Seite garantiert. Ein wenig Platz rund um die Buchse des zu verbindenden Geräts braucht man schon, da der Stecker zwar nicht übermächtig groß ist, aber schon einen ordentlichen Umfang hat, der an engen Stellen oder extrem kleinen HiFi-Gerätchen Platzprobleme verursachen kann. Allerdings ist das X-40 vorrangig für den Einsatz an ordentlichen Vollverstärkern und AV-Receivern gedacht. Und an denen ist in der Regel genug Platz, um mit nicht mit anderen Kabeln oder Gehäuseteilen ins Gehege zu kommen.

Die T6S-Stecker wirken mächtig und überzeugen durch hohe Stabilität und sauberen Kontakt dank 24-Karat-Vergoldung.

Glückliche Fügung

Auf der Habenseite von Stecker und Buchse steht der hohe haptische Anspruch und die damit einhergehende Stabilität. Gerade am Stromkabel hat man doch gern Buchsen, die vertrauenerweckend sind und ein Leben lang halten. Den ersten, recht eindrucksvollen Teil des Klangtests habe ich zugegebenermaßen eher zufällig begonnen. Eigentlich wollte ich einen D/A-Wandler ausprobieren und stellte beim „Zurückverkabeln“ auf den Ursprungszustand der Anlage fest, dass das Klangbild etwas matschig war. Klar schob ich das auf den zwischenzeitlich getesteten D/A-Wandler, holte aber dank eines Gedankenblitzes das Viablue X-40 hervor und gönnte es meinem Standard-DAC. Plötzlich waren die Unterschiede, die zwar nicht riesig, aber vorhanden waren, nahezu weg und mir bot sich ein sauberer durchgezeichnetes und gestaffeltes Klangbild. Erstaunlich, zumal der Wandler-Hersteller extra mit einem tollen Netzteil wirbt und verspricht, dass dieses allen Unrat auf der Leitung wegfiltern würde. Trotzdem war der Einfluss des X-40 sofort hörbar und ich schlagartig zufrieden.

Auf der Buchsen-Seite sieht es nicht minder beeindruckend aus. Das zu verbindende Gerät sollte nicht zu klein sein, da sonst die Buchse über das Gerät hinausragt.

Klangupgrade

Die akustische Darbietung war auf einmal größer und alle Ereignisse fanden gefühlt auf einer weitläufigeren Bühne statt. Da diese durch den Einsatz des X-40 aber auch aufgeräumter wirkte, bot sich mir ein opulentes, beeindruckendes Klangerlebnis. Das, was Viablues Stromkabel in meiner Kette bewirkte, war schon große Klasse. Da ich nicht allein war auf dem Sofa kann ich auch ausschließen, mir diesen Performance-Zugewinn nur gewünscht zu haben. Oft ist bei einem Kabel dieser Preisklasse ja auch gern mal der Wunsch der Vater des Gedanken. Da allerdings sowohl ich als auch mein Gast dieselben Eindrücke nach dem Hören schilderten, kann ich guten Gewissens sagen, dass diese positiven Klangeinflüsse zumindest an meiner kompakten HiFi-Kette zu verzeichnen waren. Charakterlich mag das eventuell je nach HiFi-Gerät variieren, aber ich bin sicher, dass es stets positives Feedback geben wird, wenn man auf das X-40 wechselt.

Auch bei einer Stromleitung darf das Auspackerlebnis toll sein. Durch das Fenster im Deckel erkennt man den Schriftzug, der auf das Leitungsende gedruckt wurde.

Fazit

Wer aus seinem Audiosetup das Maximum heraus holen möchte, sollte ganz vorne bei der Optimierung beginnen. Mit toller Verarbeitungsqualität, hochwertigen Materialien, großen Querschnitten und sorgfältiger Schirmung, sorgt das Viablue X-40 für beste Voraussetzungen bei der Stromversorgung und schafft so die Grundlage für tolle Klangerlebnisse. Stabile Stecker und Buchsen, sowie die flexiblen Enden ermöglichen eine einfache Verlegung mit gutem Kontakt. Und dank des eleganten Geflechtschlauchs, macht das X-40 auch optisch einen guten Eindruck. Der fair gestaltete Preis ist macht das High End Stromkabel aus Baden dann zusätzlich attraktiv.

Test & Text: Chrsitian Rechenbach
Fotos: Branislav Ćakić

Gesamtnote: Empfehlung
Preis-/Leistung: sehr gut

Technische Daten

Modell:Viablue X-40
Gerätekategorie:Stromkabel
Preis:ab 549 EUR (1m)
593 EUR (1,5m)
Garantie/ Gewährleistung:1 Jahr
Ausführungen:- Cobra
- Schwarz
Vertrieb:Viablue, Malsch
07246 943112
www.viablue.de
Länge:1/ 1,5/ 2/ 3/ 5 Meter
konfektionierbar
Außendurchmesser:14 mm
Aufbau:OFC-Litzenkabel, versilbert
Konfektionierung:T6S-Stecker (CEE 7/7, IEC C15)
Mantel:Geflechtschlauch
Querschnitt:3 x 4,0 mm²
Lieferumfang:1 x X-40
Pro & Contra:+ offenes Klangbild
+ gute Auflösung und Dynamik
+ stabile T6s-Stecker
+ hochwertige Verarbeitung
+ exzellente Verlegbarkeit dank flexiblen Endstücken
+ 24-Karat-Vergoldung für hohen Oxidationsschutz
+ hohe Robustheit

- keine
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:sehr gut
Getestet mit:Auralic Altair G2.1
Topping DX7 Pro
Abacus A-Box 12 AMT
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